Die Arbeitsmarktlage in der Südoststeiermark hat sich im Jahr 2023 überraschend verändert. Zum ersten Mal ist die Arbeitslosigkeit um 1,7 Prozent gestiegen. Ende Juni waren beim AMS Feldbach insgesamt 1.927 Personen gemeldet, darunter auch Schulungsteilnehmende. Das sind sieben mehr als im Vorjahr und zeigt, dass sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt nicht ganz so rosig entwickelt wie erhofft. Wenn man die Schulungsteilnehmenden außen vor lässt, liegt die Zahl der Arbeitslosen sogar um 25 höher als im Juni 2022.

Die meisten der arbeitslosen Personen kommen aus dem Büro- und Verwaltungsbereich, wo 115 Menschen ohne Job sind. Auch der Handel und die Reinigungsbranche sind stark betroffen, mit jeweils 110 und 107 Arbeitslosen. Trotz dieser besorgniserregenden Zahlen bleibt die Arbeitslosenquote im Bezirk bei 4,2 Prozent, was zwar unter dem steirischen Landesschnitt von 6,2 Prozent liegt, aber dennoch einen Anstieg darstellt. Im Juni 2023 wurden 262 neue Stellen beim AMS gemeldet, was einem Rückgang von 18 Jobangeboten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Aktuell gibt es 675 offene Stellen, von denen 611 sofort verfügbar sind.

Jugendliche und Ausbildungsangebote im Fokus

Besonders auffällig ist die Situation der Jugendlichen, denn 46 junge Menschen sind derzeit als lehrstellensuchend beim AMS Feldbach gemeldet. Das Angebot an sofort verfügbaren Lehrstellen liegt bei 78, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang darstellt. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, startet das AMS Feldbach ab dem 14. September eine Qualifizierung mit dem Titel „Green Jobs – Vorbereitung für Ausbildungen im Umweltsektor“ speziell für Frauen. Ein guter Schritt, um die Chancen im immer wichtiger werdenden Umweltsektor zu steigern!

Wenn man die Zahlen von 2026 betrachtet, stellen wir fest, dass die Lage sich nicht wesentlich verbessert hat. Die gleiche Anzahl von 1.927 Personen war auch in diesem Jahr beim AMS Feldbach in Betreuung, was zeigt, dass wir anscheinend noch nicht aus dem Schneider sind. Von diesen waren 1.504 Personen arbeitslos, was im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg von 25 Personen bedeutet.

Offene Stellen und Branchenentwicklung

Die offenen Stellen sind nach wie vor in bestimmten Branchen konzentriert. Die meisten Angebote kommen aus den Metall- und Elektroberufen (89), dem Bau (84) und dem Fremdenverkehr (75). Die insgesamt 611 sofort verfügbaren Stellen sind ein Lichtblick, wenn auch die Anzahl der nicht sofort verfügbaren Stellen mit 64 deutlich gesunken ist.

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Die Arbeitslosigkeit in der Steiermark insgesamt lag Ende Mai 2026 bei 6,5 Prozent, ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Dies zeigt, dass die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt nicht nur die Südoststeiermark betreffen, sondern auch die gesamte Region. Der Stellenandrang ist mit 3,3 Arbeitssuchenden pro offener Stelle relativ hoch, was die Situation für Arbeitssuchende zusätzlich erschwert.

Die Entwicklung ist spannend und wir werden sehen, wie die kommenden Monate verlaufen. Es bleibt zu hoffen, dass die Maßnahmen des AMS und die Initiativen für die Jugend tatsächlich Wirkung zeigen und die Arbeitsmarktlage sich verbessert. Bleiben wir dran, denn die Themen rund um Arbeit und Ausbildung sind für unsere Region von enormer Bedeutung.

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