Bezirkstag der Berg- und Naturwacht begeistert Schülerinnen und Schüler für Naturschutz
Gestern war ein ganz besonderer Tag in der Südoststeiermark: Rund 500 Schülerinnen und Schüler aus 23 Klassen hatten die Gelegenheit, die Natur hautnah zu erleben. Der Bezirkstag der Berg- und Naturwacht bot eine wunderbare Gelegenheit, sich mit dem Thema Artenvielfalt und Naturschutz auseinanderzusetzen. Unter freiem Himmel schlüpften die Kinder in die Rolle von Entdeckern und erforschten auf einem etwa zwei Kilometer langen Rundweg 20 Erlebnisstationen. Hier standen Fachleute bereit, um ihr Wissen über heimische Tier- und Pflanzenarten, Gewässerschutz und Naturschutz zu teilen. Man konnte die Begeisterung in der Luft förmlich spüren!
Bezirksleiter Bernd Wieser hatte zahlreiche Expertinnen und Experten sowie Partnerorganisationen eingeladen, darunter die Bezirkshauptmannschaft, Polizei, Landwirtschaftskammer, Jägerschaft, Bienenzuchtverein und das Fischereimuseum. Die Stadt Feldbach und der Rotary Club Feldbach unterstützten die Veranstaltung durch die Finanzierung von Werbung und Infotafeln. Diese Zusammenarbeit zeigt, wie wichtig es ist, gemeinschaftlich für den Naturschutz einzutreten und das Bewusstsein für die Umwelt zu schärfen.
Ehrenamtliches Engagement für die Natur
Die Berg- und Naturwacht ist nicht nur für solche Veranstaltungen verantwortlich, sondern engagiert sich auch aktiv in der Region. Rund 250 aktive Mitglieder leisten an 15 Einsatzstellen jährlich etwa 10.000 ehrenamtliche Stunden. Sie unterstützen Behörden bei der Umsetzung naturschutzrechtlicher Bestimmungen und führen Umweltprojekte durch. Bildungsarbeit und Bewusstseinsbildung sind zentrale Aufgaben der Organisation, unterstützt durch Projekte wie den Steirischen Frühjahrsputz und Schulaktionen. Im Rahmen des Bezirkstags wurde Josef Kaufmann für über 60 Jahre Tätigkeit mit dem Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet – eine Ehrung, die ihm sicherlich viel bedeutet hat!
Landesleiter Raphael Narrath lobte die Organisation des Bezirkstags und verwies auf die Naturschutz-Hotline, die von Montag bis Freitag erreichbar ist. Hier werden pro Tag etwa 12 bis 15 Anrufe abgewickelt. Das zeigt, wie aktiv die Bevölkerung in Fragen des Naturschutzes ist. Es ist einfach großartig, dass Menschen sich für die Umwelt einsetzen und sich nicht scheuen, Hilfe zu suchen oder Informationen einzuholen.
Ein Blick über die Grenzen
Ranger, wie sie in Deutschland genannt werden, arbeiten in Nationalen Naturlandschaften, Naturschutzgebieten und Biologischen Stationen. Diese „grünen“ Berufe erfordern spezielle Fortbildungen, und die Ranger sind oft auch als Umweltbildner tätig. Sie führen durch ihr Schutzgebiet und bieten unmittelbare Naturerlebnisse, während sie gleichzeitig die Unversehrtheit von Lebensräumen bewahren. Diese Form der Umweltbildung könnte auch in Österreich noch stärker gefördert werden.
In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Umwelt- und Naturschutzorganisationen, von Greenpeace bis zum NABU, die sich für verschiedene Aspekte des Naturschutzes einsetzen. Das zeigt, wie wichtig das Thema in der Gesellschaft verankert ist. Auch in Österreich gibt es viele Initiativen, die sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt und den Schutz bedrohter Arten stark machen. Der Austausch zwischen den Ländern könnte noch viel mehr Potenzial bergen, um gemeinsam für unsere Umwelt zu kämpfen.
Somit bleibt zu hoffen, dass die Begeisterung, die die Schülerinnen und Schüler beim Bezirkstag der Berg- und Naturwacht verspürten, langfristig anhält. Denn nur durch gemeinschaftliches Handeln und Engagement können wir die Schönheit und Vielfalt unserer Natur bewahren.
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