Die Musikschule St. Stefan im Rosental hat wieder einmal für Furore gesorgt! Nach einem beeindruckenden Freundschaftskonzert in Zagreb, das etwa 800 Besucher anlockte, steht nun ein Gegenbesuch an. In der Rosenhalle wird am 29. Mai ein Festkonzert zum 10-jährigen Jubiläum stattfinden. Die Vorfreude ist groß, denn das Projekt „Prijateljstvo“ (Freundschaft) hat nicht nur die Herzen der Menschen berührt, sondern auch die Verbindung zwischen den beiden Musikschulen – der St. Stefaner und der Zagreber „Glazbena škola Blagoja Berse“ – weiter gestärkt.
Musikschuldirektor Karl Pfeiler hebt hervor, wie wichtig das gemeinsame Musizieren ist, um geografische und sprachliche Barrieren abzubauen. „Es geht nicht um die Größe der Orte, sondern um die Herzlichkeit der Menschen“, sagt er. St. Stefan hat immerhin nur etwa 4.000 Einwohner, während Zagreb fast eine Million Menschen zählt. Dennoch ist die Zusammenarbeit der beiden Schulen ein großartiges Beispiel dafür, wie Musik Brücken schlagen kann.
Ein Fest der Freundschaft
Nach dem Konzert in Zagreb hatten die Musikschüler und deren Eltern sogar die Gelegenheit, die Stadt zu erkunden – ein echtes Highlight, das die Bande zwischen den Kulturen stärkt. Unterstützt wird die Schulpartnerschaft unter anderem durch das EU-Programm „Erasmus+“, die Marktgemeinde St. Stefan und die Kroatisch-Österreichische Gesellschaft. Die hohe Qualifikation und Kooperationsbereitschaft der kroatischen Kollegen wird von Pfeiler besonders geschätzt. „Die Partnerschaft basiert auf persönlichen Freundschaften“, ergänzt er.
Es ist nicht nur die Musik, die verbindet. Die Lehrkräfte der Musikschule wurden für ihr Engagement gelobt, und die Zusammenarbeit erfordert viel Arbeit – aber die Mühen lohnen sich. Auch der Austausch mit der Musikschule in Lendava, Slowenien, bereichert das Programm. Kürzlich fand ein gemeinsames Konzert mit Schülern aus Slowenien, Ungarn und Kroatien in Lendava statt. Ein weiteres Highlight wird der Gegenbesuch der slowenischen Musikschüler beim Sommerkonzert der Musikschule St. Stefan am 18. Juni sein.
Die Kraft von Erasmus+
Das „Erasmus+“-Programm hat nicht nur für die Musikschule St. Stefan eine entscheidende Bedeutung. Auch in anderen europäischen Ländern profitieren Musikschulen von den Austauschmöglichkeiten. In Deutschland können Musikschulen am Erasmus+-Programm für Erwachsenenbildung teilnehmen, um kreative Angebote und Unterrichtsmethoden zu entwickeln. Beispielsweise hat die Musik-, Tanz- und Kunstschule Bannewitz bei Dresden ein fünfjähriges Projekt ins Leben gerufen, das auf Erwachsenen- und Seniorenbildung fokussiert.
Lehrende berichten von den positiven Effekten solcher Austauschprogramme. Sie bringen neue Ideen und Inspirationen aus anderen Ländern mit, sei es in Form von digitalen Kompetenzen oder durch die Teilnahme an Fortbildungen im EU-Ausland. Das Ziel ist, messbare Veränderungen in den Schulen zu bewirken und den Kontakt zu europäischen Einrichtungen zu verbessern. Solche Programme fördern letztlich nicht nur das musikalische Können, sondern auch das kulturelle Verständnis zwischen den Nationen.
Insgesamt zeigt sich, dass die Musik nicht nur ein Ausdruck von Kunst ist, sondern auch ein kraftvolles Mittel, um Freundschaften zu schließen und Barrieren zu überwinden. Die Vorfreude auf das Jubiläumskonzert in St. Stefan ist spürbar – es wird eine Feier, die die Herzen der Menschen zusammenbringt!