Hochsommer-Festival in der Südoststeiermark feiert zehnjähriges Bestehen
In der malerischen Südoststeiermark tut sich etwas. Das Hochsommer-Festival, das von Peter Pilz, Karl Karner und Michaela Leutzendorff Pakesch ins Leben gerufen wurde, feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Vom 31. Juli bis 9. August gibt es ein buntes Programm, das nicht nur Kunstliebhaber begeistert. Neu in diesem Jahr ist die spannende Kooperation mit dem Musikfest „Where Swallows Fly Backwards“, welches am 15. August in Wörth bei Gnas stattfindet. Das verspricht musikalische Highlights und eine tolle Atmosphäre!
Ein besonderes Augenmerk wird auf die Ouvertüre am 2. August gelegt, die in Straden mit einem traditionellen Waldkonzert eröffnet wird. Straden, bekannt für seine lebendige Kunstszene, ist in diesem Jahr erstmals Teil des Festivals. Das Festival erstreckt sich über 15 verschiedene Orte, darunter auch ein Grundstück zwischen Pichla und Deutsch Haseldorf, das vom Künstlerkollektiv Gelitin mit dem faszinierenden Werk „Selbstportrait als Vogel“ eingeweiht wird. Die Finanzierung zur Renaturierung dieses Grundstücks wurde durch den Verkauf von Kleinskulpturen von Karl Karner ermöglicht – eine kreative Lösung, die den Kunstbegriff auf eine ganz neue Weise erweitert.
Kunst und Ökologie im Fokus
Das diesjährige Generalthema des Festivals lautet „Wi(e)der das Verschwinden“. Es ist kein Zufall, dass Ökologie in den letzten Jahren einen wachsenden Stellenwert eingenommen hat. Anita Fuchs wird in ihrer „Field Station“ in Kramarovci das Ökosystem genauestens beobachten, während Natascha Gangl, unterstützt von Franziska Hatz und Richie Winkler, eine Lesung halten wird. Das Festival bietet die Möglichkeit, Kunst und Natur auf eine ganz besondere Weise miteinander zu verbinden.
Die Teilnahme ist individuell oder in Gruppen als Bustour von Graz aus möglich. Zu den teilnehmenden Orten zählen unter anderem: KS Room bei Kornberg, Tiefkühlhaus in Jennersdorf, PavelHaus in Bad Radkersburg, Kunstfenster Gnas und viele mehr. Jedes dieser Orte hat seinen ganz eigenen Charme und verspricht einzigartige Erlebnisse.
Kunst als Sprachrohr für Klimaschutz
Und das ist nicht alles! Kunst und Kultur in Österreich haben eine hohe Bedeutung und genießen großes Vertrauen. Aktuelle Themen wie der Klimawandel werden immer wieder aufgegriffen. Der Kunst- und Kulturbetrieb erkennt seine Verantwortung im Bildungsauftrag und zielt darauf ab, ein Bewusstsein für klimaschonendes Leben und Arbeiten zu schaffen. Die Kunst kann emotionalen Zugang zu Klimabewusstsein schaffen und damit einen wertvollen Beitrag leisten.
Institutionen integrieren zunehmend Klimaschutz-Themen in ihre Programme und Ausstellungen. Der Fokus liegt auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Viele Kultureinrichtungen streben sogar Klimaneutralität an und setzen öffentlich vorbildliche Maßnahmen für den Klimaschutz um. Das ist nicht nur inspirierend für die Mitarbeiter:innen, sondern auch für die Besucher:innen, die dadurch animiert werden, selbst aktiv zu werden.
Wenn man die Möglichkeit hat, an so einem Festival teilzunehmen, sollte man sie unbedingt nutzen. Es ist eine Einladung, die Kunstszene und die Natur der Südoststeiermark zu erleben und gleichzeitig einen Blick auf die wichtigen Themen unserer Zeit zu werfen. Weitere Informationen gibt es auch auf Kleine Zeitung und ORF Steiermark.
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