Heute ist der 13.05.2026 und in Voitsberg gibt es Neuigkeiten, die aus der Ferne, genauer gesagt aus dem tiefen Südwesten der USA, zu uns herüberschwappten. Herbert Erregger, ein Fotograf aus Köflach, hat eine ganz besondere Reise unternommen. Er erhielt eine Sondergenehmigung, um beim letzten Tanz der Indigenen in Albuquerque, New Mexico, dabei zu sein. Es war Ende April 2026, als tausende Indigene aus Nord- und Südamerika auf einem ehemaligen Expo-Gelände zusammenkamen, um zu tanzen, zu trommeln, zu beten und zu mahnen.
Ein beeindruckendes Spektakel, aber auch ein tiefgründiges. Die indigenen Völker, darunter die Hopi und Pueblo, die zu den ältesten Clans Amerikas zählen, sehen sich nicht als Touristenattraktion. Daher war es auch nicht erlaubt, während der heiligen Tänze Kameras zu benutzen. Erregger respektierte diese Wünsche und beschrieb die Kultur der Indigenen als lebendig und authentisch – nicht als Kitsch oder nostalgisches Treffen. Diese Sichtweise ist wichtig, denn sie zeigt, wie die Hopi glauben, dass wir in der „Endzeit der vierten Welt“ leben. Ein Gedanke, der zum Nachdenken anregt!
Ein Blick in die Seele der Indigenen
Während seines Aufenthalts in New Mexico besuchte Erregger auch das Reservat der Indigenen, das von atemberaubenden roten Felsen und Canyons geprägt ist. Monument Valley, Antelope Canyon und der Grand Canyon – die Natur ist hier nicht nur Kulisse, sondern Teil der Kultur. Der Wasserspiegel des Lake Powell Stausees hat sich um mehr als zehn Meter zurückgezogen, was auch Auswirkungen auf Las Vegas hat. Diese Veränderungen in der Natur spiegeln die Herausforderungen wider, mit denen die indigenen Völker konfrontiert sind.
Erregger dokumentierte den Tanz verschiedener Stämme, darunter die Hopi, Navajos, Apachen, Comanchen, Zuni und Anasazi. Diese Tänze sind nicht einfach nur Bewegungen; sie sind Ausdruck von Glauben und Tradition. Die Indigenen singen für ihre Kachinas, geistige Helfer, die ihnen beistehen. Bei all dem gibt es einen Hauch von Wehmut, ein Gefühl des kulturellen Verlusts, das die Veranstaltung umgibt. Vielleicht war dies eine der letzten großen Versammlungen der Indigenen, was den Anlass noch bedeutsamer macht.
Ein eindrucksvolles Ereignis
Die Veranstaltung selbst wurde von Erregger als eine lebendige Kultur ohne Kitsch wahrgenommen. Es war kein Touristentanz, sondern eine ehrliche, tief verwurzelte Tradition, die in der Luft lag. Die Musik, die Rhythmen, die Gesänge – sie haben etwas Magisches an sich. Man konnte förmlich die Spiritualität spüren, die in jedem Schritt und jedem Schlag des Trommels mitschwang. Diese Erlebnisse sind nicht nur für den Fotografen, sondern für alle Teilnehmer von tiefgreifender Bedeutung.
In einer Welt, die sich ständig verändert und oft von oberflächlichen Erlebnissen geprägt ist, erinnert uns das letzte Tanz der Indigenen an die Wurzeln und die Geschichte, die nicht vergessen werden dürfen. Herbert Erregger hat nicht nur Bilder gemacht, sondern auch Erinnerungen festgehalten, die vielleicht noch lange nachhallen werden. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, finden Sie die vollständige Geschichte in einem Artikel auf meinbezirk.at und weitere Details auf fischundfleisch.com.