Heute, am 12. Mai 2026, wird in Voitsberg ein ganz besonderer Moment gefeiert. Reinhard Maurer, 40 Jahre alt und frisch zurück aus 15 Jahren im Ausland, wird mit der prestigeträchtigen Alexander von Humboldt-Professur ausgezeichnet. Die feierliche Übergabe erfolgt durch Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Robert Schlögl, den Präsidenten der Humboldt-Stiftung. Ein Tag voller Stolz, sowohl für Maurer als auch für seine Familie, die ihn auf diesem Weg unterstützt hat.
Die Alexander von Humboldt-Professur ist nicht nur eine Ehrung; sie ist auch mit bis zu 5 Millionen Euro dotiert. Diese Summe wird Maurer für seine experimentelle Forschung zur Verfügung stehen. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Simulation chemischer Reaktionen an Oberflächen, wobei er quantenmechanische Methoden mit Algorithmen zur Anwendung von künstlicher Intelligenz kombiniert. Das hört sich alles ziemlich komplex an, aber das Ziel ist klar: Materialien mit bestimmten Eigenschaften zu entwickeln, insbesondere Kompositmaterialien, die in der Technologie erneuerbarer Energien und der CO2-Nutzung von Bedeutung sind.
Ein Blick auf die Forschung
Mit seinem Team hat Maurer eine Methode entwickelt, die es ermöglicht, Ergebnisse von Experimenten oder Simulationen vorherzusagen. Das klingt fast nach Magie, ist aber das Resultat harter Arbeit und viel Know-how. „Die Professur ist ein Meilenstein für meine berufliche Entwicklung“, sagt Maurer und betont, dass er nun ohne finanzielle Einschränkungen forschen kann. Er arbeitet an der Universität Göttingen und ist im Fellow-Programm am Max-Planck-Institut aktiv, wo er eng mit experimentellen Wissenschaftlern zusammenarbeitet, um neue Materialien zur Energiespeicherung zu finden.
In seiner Freizeit zieht es Maurer gerne in die Natur. Klettern, wandern und campen – das sind seine Hobbys, die ihm helfen, den Kopf freizubekommen und neue Inspiration zu finden. Nach all den Jahren im Ausland hat er sich mit seiner Familie in Wien niedergelassen und lehrt sowohl im Sommer an der Universität Wien als auch im Winter in Göttingen. Ein aufregendes Leben, das geprägt ist von wissenschaftlichem Erfolg und einer tiefen Verbundenheit zur Heimat.
Nominierungsprozess der Humboldt-Professur
Die Alexander von Humboldt-Professur ist ein herausragendes Förderprogramm für international etablierte Wissenschaftler, und die Nominierungen erfolgen durch Hochschulen in Deutschland. Nur die besten der Besten werden vorgeschlagen, und dabei fließen verschiedene Kriterien ein, wie die wissenschaftliche Qualität und die Strategie der einreichenden Institution. Es ist ein komplexer Prozess, der viel Überzeugungsarbeit und Unterstützung von der Hochschulleitung erfordert. Interessanterweise können auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen gemeinsam mit einer Hochschule nominieren, was das Feld der möglichen Nominierungen erweitert.
Ein wichtiges Detail: Personen mit persönlichen Beziehungen zum Nominierenden – sei es durch Ehe oder enge Verwandtschaft – sind von der Nominierung ausgeschlossen. So bleibt der Prozess fair und transparent. Die Dokumente müssen online eingereicht werden, und die Vertraulichkeit der Angaben wird garantiert. Bei Fragen können sich Interessierte direkt an die Humboldt-Stiftung wenden.
Reinhard Maurer ist ein lebendiger Beweis dafür, dass Engagement und Leidenschaft in der Forschung belohnt werden. Er zeigt, dass es möglich ist, die Grenzen des Wissens zu verschieben und gleichzeitig der Heimat treu zu bleiben. Ein echter Steirer, der die Welt ein Stück besser macht.