Am Dienstag, den 19. Mai, kam es im malerischen Gebiet des Franziskanerkogels bei Voitsberg zu einem unglücklichen Vorfall. Ein Wanderer verletzte sich während seiner Tour und musste rasch medizinisch versorgt werden. Bereits kurz vor 9:30 Uhr wurden das Rote Kreuz Voitsberg-Köflach sowie die Feuerwehr Maria Lankowitz zu einer Hilfeleistung alarmiert. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die Rettungskräfte in solchen Situationen reagieren können.

Die Forststraße, die zum Kogel führt, war durch einen Schranken versperrt – ein Umstand, der die Anfahrt für die Feuerwehr erschwerte. Doch die Einsatzkräfte ließen sich nicht beirren. Mit einem Kombigerät öffneten sie den Schranken gewaltsam, um dem Roten Kreuz den Zugang zu ermöglichen. Feuerwehr und Rettungsdienst trafen schließlich zeitgleich am Einsatzort ein. Die verletzte Person wurde zügig gefunden und erhielt vor Ort die notwendige medizinische Versorgung. Nach der Erstbehandlung wurde sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die gesamte Aktion wurde von OBI Daniel Gspurning geleitet und dauerte rund eine Stunde. Insgesamt waren neun Feuerwehrleute mit zwei Fahrzeugen im Einsatz und kehrten danach ins Rüsthaus in Maria Lankowitz zurück. Für die Anwohner und die Beteiligten war es ein weiterer Beweis für den unermüdlichen Einsatz der Rettungskräfte.

Wandern – eine beliebte, aber riskante Freizeitbeschäftigung

Wandern erfreut sich in Österreich großer Beliebtheit. Doch wie die alpine Unfallstatistik zeigt, birgt es auch Risiken. Jährlich sterben im Schnitt 106 Personen beim Wandern, was es zur Disziplin mit den meisten Todesopfern unter den alpinen Aktivitäten macht. Das wirft Fragen auf! Was kann man tun, um sicherer unterwegs zu sein? Auf Pisten und Skirouten sind es rund 29 Todesopfer pro Jahr, während bei Skitouren etwa 22 Menschen ihr Leben verlieren. Diese Zahlen stammen von der alpinen Unfallstatistik des ÖKAS und des BMI. Susanna Mitterer, eine Geographin, die seit 2022 am ÖKAS arbeitet, ist für die Betreuung der Alpine Notfalldatenbank und andere wichtige Aufgaben zuständig.

Der Vorfall am Franziskanerkogel erinnert uns daran, wie wichtig es ist, gut vorbereitet in die Natur zu gehen. Auch wenn die Berge einladend wirken, sollte man stets vorsichtig sein und sich der Gefahren bewusst sein, die in der schönen, aber oftmals unberechenbaren Natur lauern können. Es ist eine ständige Balance zwischen Abenteuerlust und Sicherheitsbewusstsein. Also, wenn ihr das nächste Mal auf einen Gipfel wandert, denkt daran – die Berge sind zwar wunderschön, aber auch unberechenbar!