Am Anfang des Monats, genauer gesagt Anfang Juni, fand im Co-Working-Space am Weizer Hauptplatz ein spannender After-Business-Coworking-Vortrag statt. Diese Veranstaltungsreihe hat sich zum Ziel gesetzt, durch Expertinnen und Experten Einblicke in aktuelle Themen aus Wirtschaft, Technik und Gesellschaft zu gewähren. Der Referent, Dipl.-Ing. (FH) Gerald Friedrich, M.Sc. und Leiter des Studienzentrums Weiz, beleuchtete das Thema Kreislaufwirtschaft. Er hat dabei nicht nur die Herausforderungen, sondern auch die Chancen einer nachhaltigen Wirtschaftsweise angesprochen, die für viele von uns in der heutigen Zeit von Bedeutung sind.
Friedrich wies in seiner Präsentation eindringlich auf die globalen Auswirkungen unseres Konsumverhaltens hin. Ein besonders anschauliches Beispiel war der Plastikmüll im Meer – ein Thema, das uns alle betrifft und zu denken geben sollte. Er stellte grundlegende Fragen zur Notwendigkeit des Konsums, zur nachhaltigen Mobilität und zur Rückführung von Rohstoffen in Produktionskreisläufe. Das Publikum war sichtlich engagiert, und unter dem Motto „Chancen erkennen, gemeinsam gewinnen“ entstand eine lebhafte Diskussion.
Chancen der Kreislaufwirtschaft
Die Rückführung und Wiederverwertung von Materialien hat großes Potenzial, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Friedrich machte deutlich, dass eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft nicht nur den Umwelt- und Klimaschutz fördert, sondern auch wirtschaftliche Chancen für Unternehmen eröffnet. In Industrieländern verbrauchen wir viele Rohstoffe und produzieren Abfälle, während das Wirtschaftswachstum in Entwicklungs- und Schwellenländern die Situation weiter verschärft. Hier wird die Notwendigkeit, Wirtschaftswachstum vom Verbrauch natürlicher Ressourcen zu trennen, umso dringlicher.
Die Erhöhung der Ressourceneffizienz ist eine mögliche Lösung, die auch auf der globalen Agenda steht. Die Kreislaufwirtschaft zielt darauf ab, Produkte und Ressourcen durch Reparatur, Wiederverwendung und Recycling möglichst lange nutzbar zu machen. Aktuelle Forschungsthemen in diesem Bereich konzentrieren sich auf die effiziente Nutzung seltener Rohstoffe, die Vernetzung der Abfallwirtschaft in ländlichen und städtischen Gebieten sowie auf die gesunde und effiziente Nutzung des Wasserkreislaufs. So wird etwa an innovativen Produkten gearbeitet, die für die Elektrofahrzeugindustrie oder für zirkulär designte Smartphones geeignet sind.
Nähe zu Gleisdorf und mehr
Der Lange Tag der Energie, der am 20. Juni in der Steiermark stattfinden wird, wird weitere wichtige Informationen über Energieversorgung und „Green Jobs“ bieten. Auch die Region selbst hat einiges zu bieten: Markt Hartmannsdorf mit seinen 2.998 Einwohnern überzeugt durch eine gute Infrastruktur und Lebensqualität in der Nähe von Gleisdorf und der A2. Zudem fand kürzlich der Landeslehrlingsbewerb der Metalltechniker in Mureck statt, an dem 46 Teilnehmende aus verschiedenen Lehrberufen teilnahmen.
Insgesamt zeigt sich, dass das Thema Kreislaufwirtschaft nicht nur in Weiz, sondern auch darüber hinaus von großer Bedeutung ist. Es gibt viele Ansätze und Möglichkeiten, um unsere Lebensweise nachhaltiger zu gestalten. Die Erkenntnisse aus den Vorträgen und Diskussionen bieten wertvolle Impulse für die Zukunft, die wir nicht ignorieren sollten. Wir alle sind gefordert, aktiv an einer besseren und nachhaltigeren Wirtschaft mitzuarbeiten.
Für weitere Informationen zur Kreislaufwirtschaft und den damit verbundenen Forschungsfragen lohnt sich ein Blick auf die Webseite der Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
