In Weiz brodelt es! Die Vorbereitungen für die diesjährigen Jazzdays laufen auf Hochtouren und die Vorfreude ist spürbar. Am 8. Mai geht’s endlich los, und das gleich mit einem fulminanten Auftakt. Auf der Bigband-Night im Kunsthaus werden zwei Big Bands, die Big Band Weiz unter der Leitung von Ines Reider und die Big Band KUG mit Katrin Kanya, sowie das Emiliano Sampaio Jazz Orchestra auftreten. Die Veranstalter haben in diesem Jahr einen besonderen Fokus: starke Frauen in der Jazzszene stehen im Mittelpunkt der Jazzdays. Das ist nicht nur ein Zeichen der Zeit, sondern auch ein wichtiger Schritt, um die Sichtbarkeit von Musikerinnen zu erhöhen. Hierbei wird auf die musikalische Vielfalt gesetzt, die die Jazzszene zu bieten hat.
Die Female Jazzdays laufen vom 8. bis 23. Mai und versprechen ein abwechslungsreiches Programm mit internationalen Künstlerinnen. Am 9. Mai wird die Kennedy Administration aus Brooklyn die Bühne betreten. Diese Band, angeführt von der Sängerin Kennedy und dem Keyboarder Ondre J, bietet eine spannende Mischung aus Jazz, Soul, R&B, Hip-Hop und Pop. Es wird also definitiv für jeden Geschmack etwas dabei sein. Am 13. Mai kann man sich auf ein Konzert von Eva Plankton und Peter Taucher im Jazzkeller des Weberhauses freuen, gefolgt von Gunhild Carling am 15. Mai, die mit ihrer explosiven Bühnenpräsenz garantiert für Aufsehen sorgen wird. Wer sich für norwegische Klänge interessiert, sollte sich den 17. Mai merken, wenn Rebekka Bakken ihr Album „NORD“ präsentiert. Den krönenden Abschluss der Jazzdays bildet das Jazzfrühstück am 23. Mai, bei dem die Streetview Dixie traditionelle Jazz- und Swing-Sounds mit modernen Pop-Elementen kombinieren wird.
Ein Blick hinter die Kulissen
Hinter den Kulissen wird bereits für die Jazzdays 2027 geplant. Doch nicht alles ist rosig: Es wird befürchtet, dass die finanziellen Mittel für die Veranstaltung geringer werden könnten. Das macht die Organisation nicht einfacher, aber die Begeisterung für die Musik und die Frauenpower bleibt ungebrochen. Immer mehr Musikerinnen arbeiten an Veränderungen und setzen sich in Netzwerken wie „Sisters in Jazz“ für Gleichheit und Sichtbarkeit ein. Es ist ein langer Weg, aber die Initiativen zeigen, dass es einen Wandel gibt.
Gerade im Jazz, wo Frauen immer noch mit Ungleichheit kämpfen, sind solche Veranstaltungen wie die Jazzdays in Weiz von großer Bedeutung. Ingrid Jensen, eine bekannte Trompeterin, wünscht sich, für ihr Spiel und nicht als Frau wahrgenommen zu werden. Das zeigt, wie wichtig es ist, Frauen eine Plattform zu bieten, auf der sie ihr Talent zeigen können. Auch die Saxofonistin Nicole Johänntgen hat das Jazz Women Network gegründet, um die Sichtbarkeit von Frauen im Jazz zu erhöhen. Solche Netzwerke sind wichtig, damit talentierte Musikerinnen nicht im Schatten ihrer männlichen Kollegen stehen müssen.
Die Jazzdays in Weiz sind also nicht nur ein Fest für Musikliebhaber, sondern auch ein bedeutender Schritt in Richtung Gleichstellung in der Musikszene. Die Veranstaltungen sind eine großartige Möglichkeit, um den Einfluss von Frauen im Jazz zu feiern und gleichzeitig die Herausforderungen zu thematisieren, mit denen sie konfrontiert sind. In dieser Atmosphäre der Kreativität und des Austauschs wird jeder Ton, jede Note, jeden Abend zu einem besonderen Erlebnis. Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, Teil dieses aufregenden Events zu sein!