Feuerfest & Bohnenstark: Ein Fest der Sinne in St. Ruprecht
Am 19. Juni verwandelte sich der historische Park von St. Ruprecht an der Raab in ein wahres Fest der Sinne. Das Familienfest „Feuerfest & Bohnenstark“ begeisterte die Besucher mit einem bunten Programm und einer herzlichen Atmosphäre. Organisiert von der Musikschule St. Ruprecht, in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde und zahlreichen Vereinen, zog die Veranstaltung rund 200 Künstlerinnen und Künstler an, die mit Chorgesang, Tanzvorführungen und orchestralen Darbietungen für Unterhaltung sorgten. Die Vielfalt war beeindruckend und machte das Fest zu einem Muss im Veranstaltungskalender der Region.
Neben der Bühne war für die kleinen Gäste einiges geboten: Kinderschminken und ein Schätzspiel des Elternvereins sorgten für leuchtende Kinderaugen. Und auch die Gaumenfreuden kamen nicht zu kurz. Die Ortsbäuerinnen boten hausgemachte Mehlspeisen und fair gehandelten Eine-Welt-Kaffee an, während der Kirchenwirt Ostermann und das Chiara-Team für die kulinarische Versorgung und die Getränke sorgten. Ein Fest ohne gute Verpflegung? Unvorstellbar!
Die Wahl des Bohnenkönigs
Einer der Höhepunkte des Festes war die Wahl des Bohnenkönigs. In diesem Jahr wurde Rupert I. (Bertl) zum König gekrönt, ein Mann, der sich seit fast 60 Jahren ehrenamtlich beim FC Donald engagiert. Das Ganze wurde mit einer kleinen Zeremonie gefeiert, bei der Rupert I. gemeinsam mit seinen Prinzessinnen das Feuer in den vier Himmelsrichtungen entzündete, um das Fest feierlich zu beenden. Der Brauch des Bohnenkönigs hat eine lange Tradition, die bis ins Spätmittelalter zurückreicht. Ursprünglich wurde der König durch das Finden einer Bohne in einem Kuchen bestimmt, und derjenige, der die Bohne fand, regierte für einen Tag. Interessanterweise ist dieser Brauch in vielen Regionen verbreitet, auch wenn er in Deutschland im 20. Jahrhundert weitgehend verloren ging.
Doch zurück nach St. Ruprecht. Thomas Matzer, der Gründer und langjährige Organisator des Festes, wurde von Bürgermeister DI Franz Nöhrer für sein Engagement geehrt. Ein schöner Moment, der die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement und Gemeinschaft unterstrich. Matzer übergab die organisatorische Verantwortung an Norbert Lipp, den neuen Leiter der Musikschule St. Ruprecht, der das Fest ab 2027 weiterführen wird. Eine spannende Übergabe, die sicherlich frischen Wind in die Tradition bringen wird. Thomas Matzer bleibt dem Fest als Ehrenpräsident erhalten – ein Zeichen der Kontinuität und des Respekts gegenüber der geleisteten Arbeit.
Tradition und Gemeinschaft im Fokus
Das „Feuerfest & Bohnenstark“ steht nicht nur für Musik und Tanz, sondern auch für die gelebte Tradition und die Gemeinschaft in St. Ruprecht. Die Veranstaltung betont die kulturelle Vielfalt der Region und dient als Plattform für Austausch und Begegnung. Es ist ein Ort, an dem sich Generationen zusammenfinden, um gemeinsam zu feiern und Erinnerungen zu schaffen. Die Vorbereitungen und das Engagement der zahlreichen Vereine und Helfer sind nicht zu unterschätzen; sie sind das Herzstück dieses Festes.
In einer Zeit, in der vieles oft digital und distanziert erscheint, ist solch ein Fest eine willkommene Abwechslung – es bringt Menschen zusammen, schafft eine familiäre Atmosphäre und lässt die Traditionen lebendig werden. Die Musik, das Lachen der Kinder, das Knistern des Feuers, all das trägt dazu bei, dass die Erinnerungen an diesen Tag lange bestehen bleiben. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!
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