Heute ist der 22.04.2026. Die Wirtschaftskammer Steiermark hat kürzlich den aktuellen Immobilienpreisspiegel veröffentlicht, der interessante Einblicke in die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt der Steiermark bietet. Besonders auffällig ist, dass die Geschäftsmieten im Vorjahr um durchschnittlich 0,31 Prozent gesunken sind. Währenddessen zeigen die Kaufimmobilien einen moderaten Preisanstieg in der Region.
Eine der spannendsten Erkenntnisse betrifft die Baugrundstücke in der Grünen Mark, die mit einem Durchschnittspreis von 116,88 Euro pro Quadratmeter die günstigsten in ganz Österreich sind. Besonders hervorzuheben ist Hartberg-Fürstenfeld, das mit einem Preis von 54,61 Euro pro Quadratmeter die günstigsten Baugrundstücke der Steiermark bietet. Im Vergleich dazu hat Weiz mit 92,38 Euro pro Quadratmeter den höchsten Anstieg von 6,48 Prozent im Vergleich zu 2025.
Preisentwicklung für Wohnimmobilien
Die Quadratmeterpreise für Einfamilienhäuser variieren enorm: In Hartberg-Fürstenfeld liegt der Preis bei 1.510,85 Euro, was einen Anstieg von 0,12 Prozent bedeutet. Weiz hingegen verzeichnet mit 1.739,34 Euro einen Anstieg von 2,77 Prozent und hat somit die höchsten Preise in dieser Kategorie. Graz führt mit einem Quadratmeterpreis von 2.806,52 Euro, was den höchsten Preis in der Steiermark darstellt.
Bei den Mietpreisen für neue Wohnungen zeigt sich ein ähnliches Bild: Weiz hat mit 7,51 Euro pro Quadratmeter die höchsten Mietpreise, während Hartberg-Fürstenfeld bei 7,49 Euro pro Quadratmeter liegt und einen Anstieg von 0,81 Prozent verzeichnet. Die Mietpreise für Geschäftslokale sind in Weiz mit 6,33 Euro pro Quadratmeter drittniedrig und in Hartberg-Fürstenfeld mit 7,71 Euro pro Quadratmeter am höchsten, was zudem einen Anstieg von 5,91 Prozent bedeutet.
Markttrends und Ausblicke
Patrick Zaunfuchs von s REAL berichtet von einer stabilen Nachfrage nach Einfamilienhäusern im Preissegment von 200.000 bis 300.000 Euro. Allerdings ist das Interesse an Sanierungsobjekten gesunken, was auf zurückgefahrene Förderungen zurückzuführen ist. Zudem ist die Nachfrage nach Grundstücken verhaltener, bedingt durch gestiegene Baukosten. Die Neubautätigkeit stagniert derzeit, doch ein Aufschwung wird für 2026 erwartet.
Lisa Maria Köck von der Teubl Gruppe hebt die hohe Nachfrage nach Wohnraum in der Nähe städtischer Infrastruktur hervor. Aktuelle Projekte beinhalten neue Mietwohnungen in St. Johann in der Haide. Es zeigt sich ein klarer Trend: Kunden bevorzugen kleinere, effizientere Wohnräume anstelle von großen Flächen wie etwa 200 Quadratmeter.
Ein Blick in die Zukunft
Die nächste Ausgabe des Immobilienpreisspiegels wird 2026 in der 37. Auflage erscheinen und am 23. März 2026 vorgestellt. Diese Ausgabe wird nicht nur die durchschnittlichen Immobilienpreise auf Bezirksebene für verschiedene Kategorien beinhalten, sondern auch eine 5-Jahres-Übersicht im Anhang bieten. Interessierte können das Printexemplar im A5-Format erwerben, das farbig gestaltet und mit mehr als 11.000 Einzelwerten ausgestattet ist.
Der Preis für WKO-Mitglieder liegt bei 49,00 Euro netto, für Nichtmitglieder bei 59,00 Euro netto, jeweils zuzüglich Versandkosten. Bestellungen können per Mail an den Fachverband getätigt werden. Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt weiterhin positive Signale senden werden.
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