Die Jahreshauptversammlung des Waldverbandes Weiz fand kürzlich in Strallegg statt und war mit rund 100 Mitgliedern und hochkarätigen Ehrengästen gut besucht. Obmann Paul Lang eröffnete die Versammlung mit einem amüsanten Vergleich zur Kochkunst – schließlich braucht es die richtigen Zutaten, um etwas Großartiges zu schaffen. Und so ist es auch mit dem Holz, das hier in der Region eine zentrale Rolle spielt.
Matthias Granitzer, der neue Obmann des Waldverbandes Österreich, berichtete stolz von 75.000 Mitgliedern und einer beeindruckenden Menge von 3 Millionen vermarkteten Festmetern Holz österreichweit. Geschäftsführer Franz Schaffler ergänzte, dass auch der Verein in Weiz wächst und mittlerweile bei rund 2.400 Mitgliedern angekommen ist. Die Bedeutung des Rohstoffs Holz wird immer deutlicher, und nicht zuletzt motivierten Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger und Christian Metschina die Anwesenden zur aktiven Nutzung von Holz als Einnahmequelle.
Holzernte und Wertschöpfung
In Weiz wurden in diesem Jahr knapp 160.000 Festmeter Holz vermarktet, was eine bemerkenswerte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Bernd Poinsitt, Geschäftsführer des Waldverbandes Steiermark, informierte die Anwesenden, dass alle drei Minuten ein Zug Holz abgefrachtet wird – ein eindrucksvolles Bild, das zeigt, wie lebendig und dynamisch die Branche ist.
Zum Abschluss der Versammlung wurden Sachpreise verlost. Der Hauptpreis, eine hochmoderne Motorsäge, ging an Johannes Schaffler. Die Veranstaltung klang mit gutem Essen und angeregten Gesprächen aus, wobei die Bedeutung des Rohstoffs Holz für Weiz und darüber hinaus immer wieder betont wurde.
Wirtschaftliche Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft
Die wirtschaftliche Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft wird oft unterschätzt. Sie bildet ein Wertschöpfungsnetzwerk, das Rohstoffe und weiterverarbeitete Produkte umfasst. In Europa beträgt die totale Bruttowertschöpfung der Forst- und Holzwirtschaft rund 1,1 Billionen Euro. Diese Branche sichert europaweit etwa 17,5 Millionen Arbeitsplätze. In Österreich erwirtschaftet die Forst- und Holzwirtschaft eine direkte Bruttowertschöpfung von 17 Milliarden Euro und trägt mit 4,8 Prozent zur gesamten Wirtschaftsleistung bei. Das sind beeindruckende Zahlen!
Die Forst- und Holzwirtschaft ist nicht nur ein wirtschaftlicher Motor, sie hat auch weitreichende Auswirkungen auf die Gesellschaft. Jeder 14. Arbeitsplatz in Österreich ist auf diese Branche zurückzuführen. Damit stellt sie eine wichtige Säule der heimischen Wirtschaft dar. Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Wertschöpfung pro Erntefestmeter Holz: Diese reicht von 67,8 Euro in der Forstwirtschaft bis hin zu 1.667 Euro entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Die Jahreshauptversammlung war nicht nur ein Ort des Austauschs und der Information, sondern auch ein Zeichen für die Stärke und Relevanz des Holzsektors in der Region. Die Anwesenden konnten spüren, dass Holz mehr ist als nur ein Rohstoff – es ist ein Teil unserer Identität und Zukunft.