Jari-Matti Latvala startet bei der Rallye Weiz mit Celica Turbo 4WD
Am 10. Juni 2026 hat der lokale Motorsport in Weiz, Österreich, ein echtes Highlight zu bieten. Jari-Matti Latvala, der 39-jährige Teamchef des Toyota WRC-Teams und ehemaliger WRC-Fahrer, wird mit seiner Celica Turbo 4WD an der Histo-EM teilnehmen. Seine Entscheidung, die Rallye Weiz zu fahren, kommt als Ersatz für die Rallye Estland und unterstreicht sein Engagement für die historische Rallye-Szene. Latvala ist kein Unbekannter in der Welt des Rallyesports. Er besitzt eine beeindruckende Sammlung von Rallye-Cars aus den 1980er und 1990er Jahren, darunter die legendären Celica GT-Four und Celica Turbos.
In einer interessanten Wendung wird Latvala bei der belgischen Ypern-Rallye starten, anstelle der Rallye Griechenland. Diese Entscheidungen sind Teil seines Plans, sich intensiver mit den Fahrern und Kunden zu beschäftigen. Und nicht zu vergessen: Bei Terminüberschneidungen in der Rallye-WM wird der viermalige Weltmeister Juha Kankkunen für ihn einspringen. Latvala sieht in seinem bevorstehenden WRC2-Start in Finnland eine einmalige Gelegenheit, die Fahrer besser zu verstehen, nicht zuletzt, weil er möglicherweise seine letzte Chance auf einen WRC2-Sieg nutzt.
Ein Blick auf Latvalas Motorsport-Karriere
Latvala, der in den Jahren 2024 und 2025 hinter Oliver Solberg und Roope Korhonen den zweiten Platz belegte, hat sich in der Rallye-Welt einen Namen gemacht. Mit einer beeindruckenden Fahrzeughistorie hat er Zugang zu Originalteilen für seine Autos, was ihm hilft, sie in einem konkurrenzfähigen Zustand zu halten. Sein ST185, das er in der EHRC fahren wird, hat eine Aluminiumaufhängung, die es leichter und besser balanciert macht. Das Fahrzeug, das von Größen wie Carlos Sainz und Didier Auriol gefahren wurde, hat viele Titel gewonnen und wird von Latvalas eigener Firma, JML-Sports, vorbereitet.
Die technische Entwicklung im Rallyesport hat seit den 1980er Jahren eine bemerkenswerte Transformation durchgemacht. Die Einführung der Gruppe B im Jahr 1982 führte zu einem Wettlauf der Allradfahrzeuge, der Rallyeweltmeisterschaften mit Fahrzeugen, die von 0 auf 100 km/h in unter 2,6 Sekunden beschleunigen konnten. Diese Phase war nicht nur aufregend, sondern auch gefährlich, was schließlich zur Abschaffung der Gruppe B führte. Jetzt, da die Gruppe A die schnellsten Fahrzeuge der WM stellt, ist es klar, dass Latvala mit seinen historischen Fahrzeugen eine spannende Verbindung zur Vergangenheit aufrechterhält.
Die Faszination der historischen Rallyes
Die Rallye Weiz wird nicht nur für Latvala ein wichtiger Wettkampf sein, sondern auch eine Feier der Rallye-Geschichte. Die Tatsache, dass Autos, die zwischen 1991 und 2000 produziert wurden, nun in der EHRC antreten können, zeigt, wie lebendig diese Tradition ist. Latvala hat mit JML-Sports eine Werkstatt in Tuuri, Finnland, die sich auf historische Rallye-Projekte spezialisiert hat und vier Vollzeitmitarbeiter beschäftigt. Dort werden Dienstleistungen wie Sandstrahlen und Motorprojekte angeboten. Es ist ein Ort, an dem die Leidenschaft für Rallye-Cars zum Leben erweckt wird.
Wie Latvala selbst sagt, sieht er in seinem WRC2-Start eine Möglichkeit, die vielseitige Welt des Rallyesports besser zu verstehen. Am Ende des Tages geht es um mehr als nur um Siege; es geht um die Liebe zum Motorsport, um die Verbindung zu den Fans und um das, was die Rallye-Welt wirklich ausmacht. Die Rallye Weiz wird ohne Zweifel ein aufregendes Event für alle Beteiligten. Es bleibt abzuwarten, was Latvala und sein Team in dieser Saison erreichen werden.
