In Preßguts, einem malerischen Ort in der Steiermark, hat eine neue Ausbildungsgruppe der zam Pflegestiftung das Licht der Welt erblickt. Finanziert vom AMS und dem Land Steiermark, sind 24 angehende Fachkräfte in die Ausbildung gestartet. Darunter befinden sich 22 zukünftige Pflegeassistentinnen und zwei Heimhelferinnen sowie Heimhelfer. Eine bunte Truppe, die sich auf die Herausforderungen im Pflegeberuf vorbereitet, und das Altersspektrum reicht von 20 bis 54 Jahren. Neun Auszubildende kommen aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, während 14 aus dem Bezirk Weiz stammen. Diese Vielfalt bringt frischen Wind und neue Perspektiven in die Pflegebranche.

Die theoretische Ausbildung findet in der Caritasschule statt, während die praktische Ausbildung in regionalen Pflegeeinrichtungen absolviert wird. Stefanie Brottrager, die Regionalleiterin von zam, hebt die essentielle Verbindung von Theorie und Praxis hervor – ein Grundpfeiler für die zukünftige Arbeit in der Pflege. Bei der feierlichen Eröffnung wurden Engagement, Verlässlichkeit und Durchhaltevermögen als zentrale Erfolgsfaktoren betont. Das ist besonders wichtig, denn der Pflegebereich ist herausfordernd und verlangt viel von den Mitarbeitenden.

Ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Pflege

Vor diesem Hintergrund gewinnt die bundesweite Diskussion um die Pflegefachassistenzausbildung an Bedeutung. Am 17. Oktober 2025 hat der Deutsche Bundesrat dem Pflegefachassistenzeinführungsgesetz zugestimmt, das die bisherigen 27 landesrechtlichen Ausbildungen ablöst. Ziel ist die Schaffung eines einheitlichen, bundesweit gültigen Berufsprofils für Pflegefachassistenten. Diese Reform wird den Zugang zu Pflegeberufen erheblich vereinfachen und die Attraktivität des Berufs steigern.

Ab dem 1. Januar 2027 wird die neue Ausbildung starten, die in der Regel 18 Monate in Vollzeit dauert. Auch Teilzeit und Verkürzungen sind möglich. Die Regelungen zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse werden ebenfalls vereinfacht. Das Gesetz sieht eine generalistische Ausbildung mit Pflichtpraktika in verschiedenen Bereichen der Pflege vor – sei es in der stationären Langzeitpflege oder der Akutpflege. Damit wird auch die Flexibilität in den Ausbildungsmodellen erhöht, was für viele angehende Pflegekräfte ein wichtiger Aspekt ist.

Ein Blick in die Zukunft

Die Herausforderungen sind enorm, insbesondere wenn man bedenkt, dass viele Pflegeassistentinnen und -assistenten in nicht komplexen Pflegesituationen arbeiten, während die Pflegefachpersonen sich um die komplexeren Fälle kümmern. Das neue Gesetz soll nicht nur die Ausbildung vereinheitlichen, sondern auch die Übergänge zwischen den Bundesländern erleichtern. Derzeit gibt es häufig Probleme bei der Anerkennung von Qualifikationen, was zu unbesetzten Stellen führt. Eine Pflegeassistentin aus Sachsen kann ihre Qualifikation in Bayern oft nicht vollständig anerkennen lassen – das ist frustrierend und führt zu einer unnötigen Verknappung von Fachkräften.

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Die Einrichtungen sind jetzt gefordert, sich auf die kommenden Veränderungen vorzubereiten. Die Übergangsphase bis 2027 sollte genutzt werden, um bestehende Ausbildungen zu evaluieren und Abläufe zu optimieren. Ein gut durchdachtes Konzept könnte den zukünftigen Pflegekräften den Einstieg erheblich erleichtern und gleichzeitig den Einrichtungen helfen, gut ausgebildeten Nachwuchs zu gewinnen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Pflegebranche in den kommenden Jahren entwickeln wird. Schließlich ist die Ausbildung der Fachkräfte der Grundstein für die Qualität der Pflege – und darauf kommt es schließlich an.

Für weitere Informationen zu den neuen Ausbildungsinitiativen und den Entwicklungen in der Pflegebranche können Sie den Artikel auf MeinBezirk nachlesen.

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