Wasserstoff-Pionier aus Steyr: BMWs iX5 Hydrogen bringt frischen Wind in die Mobilität
In der malerischen Stadt Steyr, wo Tradition auf Innovation trifft, plant die BMW Group die Einführung eines neuen Fahrzeugs, das die Welt der Wasserstofftechnologie revolutionieren könnte: den iX5 Hydrogen. Im Jahr 2026 soll das Modell auf den Markt kommen und dabei auf eine Brennstoffzellentechnologie setzen, die sich von bisherigen Wasserstoff-Verbrenner-Projekten entscheidend abhebt. BMW hat nicht nur große Ambitionen, sondern auch kräftige Investitionen in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrags in die Fertigung des iX5 Hydrogen in Steyr angekündigt.
Das Fahrzeug wird nicht extern geladen – stattdessen speichert der Akku Energie durch Rekuperation und die Brennstoffzelle selbst. Das ist besonders spannend für Nutzer ohne eigene Ladeinfrastruktur. Mit einer Systemleistung von 295 kW (401 PS) und einer Reichweite von bis zu 504 km nach WLTP zielt der iX5 Hydrogen auf Vielfahrer und Regionen mit unzureichender Ladeinfrastruktur. Eine echte Herausforderung, wenn man bedenkt, dass es in Deutschland im Jahr 2026 nur rund 150 Wasserstoff-Tankstellen geben wird. Das Tankstellennetz wird also noch lückenhaft sein, was die Verbreitung von Wasserstofffahrzeugen betrifft.
Innovative Technik und effiziente Raumnutzung
Der iX5 Hydrogen ist mit einer neuen Wasserstoff-Tanktechnologie ausgestattet. Die Tanks, die aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff bestehen, speichern Wasserstoff bei einem Druck von 700 bar und ermöglichen eine beeindruckende Reichweite von bis zu 750 km. Das flache Tanksystem, das aus sieben Hochdrucktanks besteht, wurde so gestaltet, dass es sowohl eine effiziente Raumnutzung im Fahrzeug gewährleistet als auch mit der innovativen Hochvoltbatterie der Generation 6 kompatibel ist.
Die Betankung des iX5 Hydrogen soll weniger als fünf Minuten in Anspruch nehmen – das klingt doch nach einem echten Vorteil, oder? BMW hat in eine flexible Architektur investiert, die es ermöglicht, verschiedene Antriebsvarianten auf derselben Produktionslinie zu fertigen. Das macht die Herstellung nicht nur kosteneffizienter, sondern auch logistisch einfacher.
Unterstützung durch den Staat
Die Entwicklung des iX5 Hydrogen wird durch das Bundesministerium für Verkehr mit 191 Millionen Euro gefördert. Zusätzlich steuert das Bundesland Bayern 82 Millionen Euro bei. Diese finanzielle Unterstützung zeigt, wie ernst es der Bundesregierung mit der Förderung alternativer Antriebe ist. Wasserstoff und Brennstoffzellen gelten als Schlüsseltechnologien für die Elektrifizierung des Verkehrs und sind eine wertvolle Ergänzung zu Batteriefahrzeugen, besonders für Langstrecken und Nutzfahrzeuge.
BMW sieht die Brennstoffzelle als strategische Säule neben der Batterietechnologie. Das ist nicht nur ein Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Mobilität, sondern auch ein Zeichen für den Innovationsgeist, der in der Region Steyr lebt. Mit dem iX5 Hydrogen könnte BMW nicht nur Flottenkunden ansprechen, sondern auch Pionierarbeit für die Wasserstoffmobilität leisten.
