Tamsweg unter Druck: Bürger fordern sichere Straßen für alle
In Tamsweg, genauer gesagt in Litzelsdorf, brodelt es – und das nicht nur, weil sich die Blätter im Herbst färben. Die Bürger fordern eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h, und das nicht ohne Grund. Die momentane Regelung von 80 km/h führt immer wieder zu brenzligen Situationen, insbesondere an den Bushaltestellen. Christoph Dröscher, ein engagierter Anwohner, hebt hervor, wie wichtig es ist, diese Gefahrenstelle endlich in den Griff zu bekommen. „Es geht um die Sicherheit der Menschen hier“, so Dröscher.
Ein Kreisverkehr, eine Geschwindigkeitsreduktion und ein Zebrastreifen stehen auf der Wunschliste der Anwohner. Auch Buschauffeur Werner Winkler bringt sich ein und spricht sich für einen Geh- und Radweg aus. Das ist durchaus nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass bei einer Umfrage auf Facebook satte 87 von 174 Teilnehmern für einen Geh- und Radweg plädierten. Hier zeigt sich deutlich, wie wichtig den Leuten die Verkehrssicherheit ist.
Ein Verkehrskonzept für die Zukunft
Bürgermeister Wolfgang Pfeifenberger hat die Problematik erkannt und verspricht Abhilfe. Ein Verkehrskonzept für die B96 bis zur Bahnhofstraße wird erarbeitet, und das in Zusammenarbeit mit Verkehrsexperten des Landes Salzburg. Die Kosten für dieses Vorhaben belaufen sich auf 60.000 Euro, wobei die Hälfte davon vom Land Salzburg getragen wird. Diese Maßnahmen sollen ab 2027 umgesetzt werden und könnten eine Wende in der Verkehrssituation bringen.
Was viele vielleicht nicht wissen: Die Marktgemeinde Tamsweg hat bereits einen Schulwegplan erstellt, der den Bereich vom Schulzentrum bis zur Zinsbrücke abdeckt. Ein weiterer Schritt, um die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg zu erhöhen. Das ist nicht nur ein gutes Zeichen, sondern zeigt auch, dass hier aktiv an einer Lösung gearbeitet wird. Die Menschen in Tamsweg sind also nicht untätig, wenn es um ihre Sicherheit geht.
Technologie und Geschwindigkeitsmessung
Ein weiteres Thema, das in diesem Zusammenhang aufkommt, sind moderne Messgeräte zur Geschwindigkeitsüberwachung. Geräte wie der Poliscan Speed oder mobile Lasermessgeräte haben zwar ihre Vorzüge, sind aber nicht ohne Tücken. Eine Studie hat gezeigt, dass 56% der Messungen fehlerhaft sein können – das ist schon eine Hausnummer. Wenn man bedenkt, dass Bußgelder innerorts für Geschwindigkeitsüberschreitungen höher sind als außerorts, könnte man sich fragen, ob diese Geräte wirklich so zuverlässig sind.
In Österreich gibt es strenge Regeln: Ein Fahrverbot für Ersttäter tritt bei einer Überschreitung von 31 km/h innerorts in Kraft. Für viele könnte das schnell zur bösen Überraschung werden. Die Punktevergabe ist ebenfalls klar geregelt, und auch hier gibt’s kein Pardon: Ein Punkt wird schon bei 21-30 km/h fällig.
Die ansässigen Bürger in Tamsweg sind also nicht nur auf die Politik angewiesen, sondern auch auf die Technik. Ob es nun um Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Messgeräte geht, die Sicherheit auf den Straßen muss an erster Stelle stehen. Und wenn es nach den Anwohnern geht, wird sich hier in den kommenden Jahren einiges tun.
