Heute, am 10. Mai 2026, gibt es in Imst eine spannende Neuigkeit: Tierschutz Austria hat eine Initiative ins Leben gerufen, die die Schaffung von Österreichs längster „Igel-Straße“ zum Ziel hat. Diese fantastischen Pläne sehen die Vernetzung tierfreundlicher Gärten durch eine neue Garten-Vignette vor. Was für eine großartige Idee! Immerhin sind Igel auf private Gärten im Siedlungsraum angewiesen, und das ist in der heutigen Zeit nicht immer einfach. Zäune, Mauern und versiegelte Flächen unterbrechen die Wege dieser süßen kleinen Stachelritter. Und die Herausforderungen hören hier nicht auf: Der Einsatz von Pestiziden, Kunstdünger und Mährobotern sowie ungesicherte Gärten stellen weitere Hürden dar.
Die Igel sind nachtaktive Tiere und fressen gerne Schädlinge wie Laufkäfer, Schnecken, Spinnen, Regenwürmer und Tausendfüßer. Besonders Kinder finden es spannend, Igel bei der Aufzucht ihrer Jungen oder bei der Nahrungssuche zu beobachten. Doch Igel sind nicht nur süß, sondern auch echte Überlebenskünstler: Sie sind Winterschläfer und müssen in den warmen Monaten aktiv nach Nahrung suchen. Die Paarungszeit der Igel liegt zwischen Juni und August, und nach einer Tragzeit von etwa 35 Tagen bringt ein Igelweibchen vier bis fünf kleine Igel zur Welt. Diese wiegen bei der Geburt gerade einmal 12 bis 25 Gramm und sind sechs Zentimeter lang, mit etwa hundert weißen Stacheln. Man kann sich das vorstellen – wie winzige, stachelige Kügelchen! Augen und Ohren der Igelkinder sind allerdings erst zwei Wochen nach der Geburt funktionsfähig.
Der richtige Garten für Igel
Um Igel in unseren Gärten zu unterstützen, können wir eine Vielzahl von Maßnahmen ergreifen. Naturbelassene Gärten bieten die besten Voraussetzungen, da die Igel dort genügend Nahrung finden. Ab November beginnt für sie die Suche nach einem geeigneten Unterschlupf für den Winter. Ein paar einfache Tipps: Legt Reisighaufen, Steine oder dichte heimische Büsche an! Eine unordentliche Igelecke im Garten, gefüllt mit Reisig, Totholz und Laub, bietet Schutz und Nahrung. Die Checkliste für einen igelfreundlichen Garten ist schnell erstellt: Laub- und Reisighaufen nicht entfernen, Winterquartiere anbieten, heimische Pflanzen anlegen und Zäune mit Öffnungen versehen. Es ist echt nicht schwer, oder?
Ein weiteres spannendes Projekt, das die Igelfreundlichkeit fördern soll, ist der Outdoor-Lehrpfad von Pro Igel. Auf diesem Lehrpfad, der aus 11 wetterfesten, UV-beständigen Tafeln besteht, erfahren die Besucher alles Wichtige über die kleinen Stacheltiere. Igel Erina führt die Interessierten durch den Pfad, der sich am Jahr des Igels orientiert. Das klingt nicht nur lehrreich, sondern auch nach einem tollen Naturerlebnis für Familien und Schulklassen. Es wird zur Mitwirkung in Kommunen, Vereinen und Schulen aufgerufen, um diesen Lehrpfad zu installieren. Bestellungen können per E-Mail oder über den Webshop erfolgen – also, liebe Gartenfreunde, greift zu!
Insgesamt zeigt die Initiative von Tierschutz Austria und die verschiedenen Maßnahmen, wie wichtig es ist, die Lebensbedingungen für unsere Igel zu verbessern. Denn ohne unsere Hilfe sind diese kleinen Kreaturen oft auf verlorenem Posten. Also lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Igel in unseren Gärten ein Zuhause finden – eine „Igel-Straße“ wäre da ein schöner Anfang. Wenn wir alle ein bisschen mithelfen, können wir den Igeln ein sicheres Leben ermöglichen, und das ist doch wirklich eine schöne Sache!