Spielplatz „Sonneninsel“ in Imst für die Öffentlichkeit geschlossen
In Imst gibt es Neuigkeiten, die nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern betreffen. Der Spielplatz „Sonneninsel“ bei der Schule Auf Arzill ist ab sofort für die Öffentlichkeit geschlossen. Eine Entscheidung, die einige überraschen mag, aber die Hintergründe sind ernster, als man denkt. Zukünftig wird der Spielplatz ausschließlich für schulische Zwecke genutzt. Zugang haben nur Schülerinnen und Schüler während der Schulzeit sowie Teilnehmer der Ferienaktion „Spiel-mit-mir-Wochen“. Wer außerhalb dieser Zeiten den Spielplatz nutzen möchte, sollte besser aufpassen – es droht eine Anzeige, denn die Nutzung außerhalb des Schulbetriebs ist nicht gestattet.
Der Stadtrat von Imst hat am 10. Juni einstimmig beschlossen, den Spielplatz zu sperren. Was war der Grund für diese Maßnahme? Beschwerden über Vandalismus, Verschmutzungen und die unsachgemäße Nutzung der Inklusionsspielgeräte durch Jugendliche haben schließlich das Fass zum Überlaufen gebracht. Es gab Probleme mit Vermüllung und sogar Glasscherben, was natürlich eine erhebliche Verletzungsgefahr für die Kinder darstellt. Um die Sicherheit der kleinen Nutzer zu gewährleisten und eine nachhaltige Nutzung der Anlage zu sichern, wurde dieser Schritt notwendig. In den kommenden Wochen wird man vermehrt auf Beschilderung treffen, die auf das Privatgelände und die geltenden Bestimmungen hinweist.
Ein Blick auf alternative Spielplätze
Trotz dieser Schließung müssen sich die Kinder nicht sorgen, denn öffentliche Spielplätze stehen weiterhin zur Verfügung. Unter ihnen befindet sich auch der Spielplatz Brennbichl bei der HTL Imst, der kürzlich umfassend erneuert wurde und nun mit Inklusionsspielgeräten ausgestattet ist. Diese Geräte sind nicht nur ein Gewinn für Kinder mit Behinderungen, sondern fördern auch das gemeinsame Spiel, was für die soziale Entwicklung aller Kinder von großer Bedeutung ist.
Spielplätze für Kinder mit und ohne Behinderung sind zentral für das gemeinsame Spiel und die frühzeitige Akzeptanz von Unterschieden. Dr. Volker Anneken vom Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) hebt die Wichtigkeit des gemeinsamen Spiels hervor. Inklusive Spielplätze ermöglichen den Austausch zwischen Begleitpersonen und fördern die Entwicklung von Kindern mit Behinderungen. Leider sind die meisten Spielplätze in Deutschland nicht barrierefrei und schließen somit Kinder mit besonderen Bedürfnissen, wie Rollstuhlfahrer, aus.
Die Rolle der Aktion Mensch
Die Aktion Mensch setzt sich aktiv für die Schaffung von mehr inklusiven Spielplätzen in Deutschland ein. Informationen, Checklisten und Handlungsempfehlungen sind verfügbar, damit mehr solcher Spielorte in Zukunft entstehen können. Es bleibt zu hoffen, dass auch in Imst der Trend zu inklusiven Spielplätzen weitergeht. Immerhin ist die Sicherheit der Kinder und deren Möglichkeit, miteinander zu spielen, eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
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