Heute ist der 7.05.2026 und hier in Imst gibt es spannende, aber auch besorgniserregende Entwicklungen in der Gesundheitslandschaft. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat laut einem Bericht auf Ad-Hoc News klare Forderungen formuliert. Es geht um die dringend benötigten Maßnahmen gegen die Versorgungslücken bei Long COVID und ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom). Diese Erkrankungen belasten nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Gesellschaft – die jährlichen Kosten könnten 2025 bei rund 64,4 Milliarden Euro liegen, was etwa 1,44 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts entspricht!

Was die Sache noch komplizierter macht: Es gibt viele Menschen, die mit diesen Erkrankungen leben, ohne die notwendige Unterstützung zu erhalten. Der BDP drängt auf schnellere Forschungstransfers in die klinische Praxis und bessere Zulassungsverfahren für neue Therapien. Ein weiteres Problem ist die fehlende strukturierte Versorgung für die Betroffenen. In Deutschland gibt es nur rund 370 Kliniken, die interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie (IMST) anbieten – das führt zu langen Wartezeiten für die Patienten.

Die Folgen von Long COVID und ME/CFS

Die Realität für viele Menschen, die an Long COVID oder ME/CFS leiden, ist hart. Bereits geringe Anstrengungen oder Reize können für sie überfordernd sein. Die Forschung hat sich in den letzten Jahren stark verändert, insbesondere seit der Pandemie, als viele Menschen an den langfristigen Folgen von SARS-CoV-2 zu kämpfen hatten. Etwa 10 bis 15 Prozent der Infizierten leiden unter erheblichen Beschwerden, die als Long COVID bezeichnet werden. Aber nicht nur Erwachsene sind betroffen – es gibt auch viele junge Menschen, die an Brain Fog und ME/CFS leiden.

Weltweit sind über 200 mögliche Post-COVID-Symptome dokumentiert, und die Betroffenen berichten von signifikanten Einschränkungen im Alltag, oft durch Lungenprobleme oder extreme Erschöpfung. Vor der Pandemie gab es schätzungsweise 250.000 Menschen mit ME/CFS in Deutschland, und diese Zahl könnte nun auf etwa 650.000 angestiegen sein. Es ist eine besorgniserregende Entwicklung, die dringend mehr Aufmerksamkeit benötigt.

Forschung und Therapieansätze

Die Bundesregierung hat reagiert und mehrere Millionen Euro für die Forschung bereitgestellt. Eine „Nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen“ wurde angekündigt, die sich auf die Entwicklung neuer Therapieansätze und klinische Studien konzentrieren soll. Hierbei geht es um die Erforschung von Autoantikörpern und anderen potenziellen Ursachen für Long COVID und ME/CFS. Bis 2036 sollen insgesamt 500 Millionen Euro in die Hand genommen werden. Die ersten Erfolge in der Forschung geben Anlass zur Hoffnung!

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Die Initiative Long COVID des Bundesministeriums für Gesundheit hat bereits einen Therapiekompass veröffentlicht und Leitlinien erstellt, um Ärzten und Betroffenen zu helfen. Auch Selbsthilfegruppen spielen eine bedeutende Rolle in dieser schwierigen Zeit. Sie bieten nicht nur einen Raum für den Austausch, sondern auch Unterstützung und Verständnis, was für viele Betroffene von unschätzbarem Wert ist.

Ein Blick in die Zukunft

Die kommenden Jahre könnten entscheidend sein. Die Forschungsgruppe „nature4HEALTH“ arbeitet an natürlichen Wirkstoffkombinationen, während der 5. Deutsche Psychotherapie-Kongress im Juni 2026 die psychischen und psychosozialen Auswirkungen dieser Erkrankungen beleuchten wird. Es gibt viel zu tun, und die Erfahrungen der Betroffenen sollten in die Forschung einfließen. Ein nachhaltiger Ansatz könnte helfen, die Versorgung der Betroffenen zu verbessern und neue, wirksame Behandlungsansätze zu entwickeln. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Situation weiterentwickeln wird!