Die Jugendgesundheitskonferenzen (JGK) in Tirol sind in vollem Gange. Diese Woche fand der Kick-Off für die JGK in Innsbruck im Landhaus statt, gefolgt von einem weiteren Kick-Off in Telfs, der zahlreiche Teilnehmer anlockte. Bei diesen Veranstaltungen werden die Weichen für die Gesundheitsförderung von Jugendlichen gestellt und es wird ein besonderes Augenmerk auf die Beteiligung junger Menschen gelegt.
Ein Highlight der JGK 2025 war die Verleihung von Urkunden an die Teilnehmer, die innovative Projekte eingereicht haben. Besonders hervorzuheben ist das Jugendzentrum Niederndorf, das einen Workshop zur psychischen Gesundheit präsentierte. Auch die Mobile Jugendarbeit Kufstein und der Skateboard-Verein „Bones“ waren aktiv dabei. Die Mittelschule 1 Kitzbühel stellte ein Projekt zur gesunden Jause vor, während die Band „Kopy Kats“ der HLW FW Kufstein im Bezirk Kufstein für musikalische Unterhaltung sorgte. Über 1.500 Jugendliche und mehr als 30 Projekte wurden bei den ersten Konferenzen in Kufstein und Kitzbühel vorgestellt.
Gesundheitsförderung im Fokus
Das Ziel der Jugendgesundheitskonferenzen ist es, die Gesundheitskompetenz von Jugendlichen zu fördern. Dabei werden Projekte zu wichtigen Themen wie Bewegung, Ernährung, psychische Gesundheit und Suchtprävention gesucht. Für die Umsetzung ihrer Ideen erhalten Jugendzentren, Schulen und Vereine finanzielle Unterstützung von bis zu 500 Euro pro Projekt. Darüber hinaus werden individuelles Coaching und praxisnahe Materialien angeboten, um die Jugendlichen bestmöglich zu unterstützen.
Die JGK wird im Auftrag des Landes Tirol aus Mitteln der Bundesgesundheitsagentur finanziert und ist ein wichtiger Bestandteil des regionalen Networking. Rund 200 Vertreter und Interessierte tauschten sich bereits bei den Kick-Off-Veranstaltungen aus und bildeten somit die Basis für zukünftige Projekte. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, ihre Projektideen bis Mitte Oktober unter www.jugendgesundheit.tirol einzureichen. Die Ergebnisse der eingereichten Projekte werden am 6. November in Innsbruck und am 20. November in Telfs präsentiert.
Die Bedeutung der Jugendgesundheit
Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele unterstrich die Bedeutung informierter Entscheidungen für das Wohlbefinden junger Menschen. Dies zeigt, wie wichtig es ist, dass Jugendliche in den Prozess der Gesundheitsförderung aktiv eingebunden werden. Der POJAT hebt zudem die Notwendigkeit hervor, jungen Menschen eine Stimme zu geben und sie in die Gestaltung ihrer Lebenswelt einzubeziehen. So wird nicht nur die Gesundheit gefördert, sondern auch das Verantwortungsbewusstsein und die Selbstständigkeit der Jugendlichen gestärkt.
Die Jugendgesundheitskonferenzen sollen bis 2028 in allen Tiroler Bezirken stattfinden und bieten somit eine langfristige Plattform für die Gesundheitsförderung. Dieses Engagement für die Jugendgesundheit ist von großer Bedeutung, denn gesunde Jugendliche sind die Zukunft unseres Landes. Mit kreativen Projekten und einem starken Netzwerk wird an einer gesünderen Gesellschaft gearbeitet, die auch die Herausforderungen der Zukunft meistern kann.