Heute ist der 30.05.2026 und wir blicken auf die spannende Reise von Jana Kesenheimer, einer bemerkenswerten Umweltpsychologin und leidenschaftlichen Ultra-Radsportlerin, die in Innsbruck lebt und arbeitet. Mit 31 Jahren hat sie bereits viel erreicht: Als Postdoc am Institut für Psychologie der Uni Innsbruck beschäftigt sie sich mit den komplexen Zusammenhängen zwischen Umweltpsychologie und Leistungssport, insbesondere im Bereich des Ultraradrennens. Die Kombination aus Wissenschaft und Sport ist nicht nur inspirierend, sondern zeigt auch, wie vielfältig die menschliche Motivation sein kann.

Kesenheimer hat sich nicht nur theoretisch mit dem Thema beschäftigt, sondern auch praktisch. Sie hat an Radmarathons teilgenommen und gehört mittlerweile zu den besten Frauen im Ultraradsport. Ihre beeindruckenden Leistungen beim „Transcontinental Race“, wo sie in den letzten beiden Ausgaben als beste Frau ins Ziel kam und nur von fünf Männern übertroffen wurde, sind der Beweis für ihren unermüdlichen Einsatz. Diese Rennen sind „unsupported“, was bedeutet, dass die Teilnehmer ihre gesamte Ausrüstung selbst mitführen müssen – eine echte Herausforderung, die sowohl körperliche als auch mentale Stärke erfordert.

Die Motivationen hinter dem Radfahren

In ihrer Forschung hat Kesenheimer die Motive von Radfahrern untersucht. Abenteuerlust und ein gewisser „gutartiger Masochismus“ erweisen sich als zentrale Beweggründe für viele Teilnehmer. Es ist faszinierend zu sehen, wie das Streben nach Extremerfahrungen mit psychologischen Fragestellungen verknüpft ist. Sie forscht auch über die körperlichen Folgen von langen Anstrengungen auf Organe wie Herz und Nieren. Dies zeigt, dass ihre Leidenschaft für den Sport nicht nur persönliche Dimensionen hat, sondern auch wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse liefert.

Ein weiteres spannendes Projekt, an dem sie arbeitet, befasst sich mit dem Einfluss von Emotionen auf das Verhalten bezüglich des Klimaschutzes, in Zusammenarbeit mit der Uni Prag. Hier wird sichtbar, wie Kesenheimer ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse auch in gesellschaftliche Interventionen umsetzen möchte. Ihr Doktorat hat sie 2022 mit einer Arbeit zu den „Psychological Determinants of Pro-Environmental Behavior“ abgeschlossen. So verbindet sie ihre Leidenschaft für den Sport mit ihrem Engagement für die Umwelt.

Ein interdisziplinärer Ansatz

Das Institut, an dem Kesenheimer arbeitet, hat sich zum Ziel gesetzt, die Einflussfaktoren auf menschliches Verhalten im Sport und in der Bewegung zu verstehen. Dabei wird eine Vielzahl von Aspekten analysiert, von den Motivationen der Menschen bis hin zu den Auswirkungen körperlicher Aktivität auf die psychische Gesundheit. Interdisziplinäre Ansätze sind dabei von großer Bedeutung: Erkenntnisse aus Sportwissenschaft, Psychologie, Soziologie und Pädagogik fließen zusammen, um ein ganzheitliches Bild zu erhalten.

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Besonders spannend sind die laufenden Projekte, die sich mit therapeutischen Ansätzen, Stressbewältigung durch Bewegung und den Auswirkungen sportlicher Betätigung auf verschiedene Bevölkerungsgruppen beschäftigen. Kesenheimer und ihre Kollegen untersuchen beispielsweise, wie Abenteuer- und Risikosportarten als Intervention für Entwicklungsaspekte bei Jugendlichen dienen können. Solche Ansätze könnten nicht nur das individuelle Wohlbefinden steigern, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen anstoßen.

Wie man sieht, ist Kesenheimer nicht nur eine Athletin, die an Wettkämpfen teilnimmt – sie ist eine Wissenschaftlerin, die die Grenzen zwischen Sport und Umweltforschung überschreitet. Während sie sich auf das nächste „Transcontinental Race“ am 19. Juli vorbereitet, bleibt sie ihrer Mission treu, die Zusammenhänge von psychologischen Faktoren und Umweltverhalten weiter zu erforschen. Und wer weiß, vielleicht wird sie bald neue Erkenntnisse präsentieren, die nicht nur den Sport, sondern auch unseren Umgang mit der Umwelt nachhaltig beeinflussen.