Am Sonntag, dem 17. Mai, sollte sich in Innsbruck alles um das große Alpenregionstreffen drehen. Schützen aus Bayern, Tirol, Südtirol und Welschtirol wollten sich versammeln, um ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen. Doch die Tegernseer Gebirgsschützen haben ihre Teilnahme abgesagt. Der Hauptmann Wolfgang Baier nennt das Bergisel-Stadion als Hauptgrund für die Absage. Bei einer Inspektion des Geländes wurden die Anmarschstrecke und die Sicherheitsbedingungen als unzumutbar erachtet. Der Weg zum Stadion ist etwa zwei Kilometer lang und erinnert an einen Marsch vom Bräustüberl zum Lieberhof, der nicht gerade gemütlich ist.

Baier äußerte auch Bedenken hinsichtlich der Tribünen im Stadion, wo die Verletzungsgefahr nicht aus der Luft gegriffen wirkt. Hinzu kommt, dass die Preise für Speisen und Getränke im Festbetrieb stark in der Kritik stehen – 19 Euro für einen Schweinsbraten und 5,90 Euro für ein Bier sind schon recht happig. Die Kompanie hatte ursprünglich vor, nach dem Festzug direkt ins Tegernseer Bräustüberl einzumarschieren. Sollte das Fest aufgrund schlechten Wetters in die Messehalle verlegt werden, wäre auch keine Tischreservierung garantiert. Eine unglückliche Situation für die Tegernseer, die mit 130 Mann anreisen wollten und nun nicht vertreten sein werden.

Die große Zusammenkunft der Schützen

Das 28. Alpenregionstreffen, organisiert vom Bund der Tiroler Schützenkompanien, wird 2026 in Innsbruck stattfinden. Mehr als 15.000 Schützen, Marketenderinnen, Musikkapellen und Gäste werden erwartet. Es wird ein Fest des kameradschaftlichen Miteinanders und ein Zeichen für die europäischen Freundschaften, die über Grenzen hinweg bestehen. Das Motto des Treffens, „Miteinander für unsere Heimat“, unterstreicht die Themen Heimatbewusstsein, Tradition und gelebtes Brauchtum.

Innsbruck, mit seiner historischen Bedeutung durch die Kämpfe von 1809, ist der perfekte Ort für solch eine Zusammenkunft. Die Vorfreude auf das Treffen im nächsten Jahr ist spürbar. Es wird eine Gelegenheit sein, die Traditionen zu feiern und die Verbundenheit unter den Schützen zu stärken. Ein Sprecher des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützen hat angemerkt, dass einige Kompanien aufgrund von Terminüberschneidungen möglicherweise in kleiner Besetzung anreisen. Das wird spannend zu beobachten sein!

Blick in die Zukunft

Das Treffen in Innsbruck 2026 folgt auf das 50-Jahr-Jubiläum, das 2025 in der Stadt gefeiert wird. Der Austausch und das Erlebbar machen des Schützenbrauchtums in der Alpenregion stehen dabei im Mittelpunkt. Auch wenn die Tegernseer Gebirgsschützen in diesem Jahr nicht dabei sind, bleibt die Hoffnung, dass sie bei zukünftigen Veranstaltungen wieder aktiv teilnehmen können.

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Für weitere Informationen zu den kommenden Ereignissen und den Hintergründen des Schützenwesens in der Region lohnt sich ein Blick auf die Website von ORF Tirol.