Am 26. Mai 1991, ein Tag, der in die Geschichte eingehen sollte, stürzte die Boeing 767-300ER, OE-LAV, mit dem Namen „Mozart“, der Lauda Air 15 Minuten nach dem Start in Bangkok ab. Ein schreckliches Unglück, das das Leben von 213 Passagieren, beiden Piloten und der 8-köpfigen Kabinenbesatzung forderte. Der Grund für diese Tragödie? Ein Konstruktionsfehler, der dazu führte, dass sich die linke Schubumkehr während des Steigflugs öffnete. Und das ist noch nicht alles: Die Maschine hätte seit Ende Januar 1991 nicht mehr fliegen dürfen, da Techniker immer wieder Fehlermeldungen zur Schubumkehr nicht beheben konnten. Dies wurde in einem Gutachten der Staatsanwaltschaft Wien dokumentiert.

Unter den Passagieren befand sich eine Gruppe der Universität Innsbruck, die aus 21 Personen bestand, darunter Professoren und Studenten. Darunter waren die Professoren Clemens August Andreae und Michael Lehmann sowie 19 Uni-Assistenten und Studenten. Komischerweise feierte Alois Ausserlechner, ein Student aus Lienz, nur einen Tag vor dem Absturz seinen 26. Geburtstag in Asien. Die Gruppe war auf einer Exkursion in Hongkong und befand sich auf der Rückreise nach Innsbruck. Der Verlust dieser beiden Professoren und der 19 Studenten war eine herbe Tragödie für die Universität Innsbruck. Fast alle Angehörigen der Gruppe konnten identifiziert und nach Hause überstellt werden, außer Barbara Kammerer, die nicht identifiziert werden konnte. Sie und 26 weitere nicht identifizierte Opfer ruhen im Gemeinschaftsgrab auf dem Lauda Air Friedhof in Thailand.

Die Hintergründe des Unglücks

Die Umstände, die zu diesem tragischen Vorfall führten, sind ebenso alarmierend wie die Tragödie selbst. Ein österreichisches Gutachten stellte fest, dass die „Mozart“ seit Januar 1991 nicht mehr hätte fliegen dürfen. Techniker ignorierten Sicherheitsbedenken aus wirtschaftlichen Gründen, da es sich um eine von nur zwei verfügbaren Langstreckenmaschinen handelte. Laut Berichten registrierten automatische Warnungen zur Schubumkehr des linken Triebwerks, und dennoch wurde die Maschine zum Fliegen zugelassen.

Ein ehemaliger Wartungschef beklagte sich darüber, dass die Wartung unter dem Druck des Managements nicht mehr sicher war. Schockierend, aber wahr: Er verließ Lauda Air aus Angst vor einem möglichen Absturz und erteilte seiner Familie ein Flugverbot. Der Luftfahrtjournalist Patrick Huber äußerte ähnliche Bedenken in verschiedenen Podcasts und Artikeln, und Professor Dr. Dr. Ernst Zeibig wies auf die schweren Wartungsmängel und die „Fluguntauglichkeit“ der OE-LAV am Unglückstag hin.

Kritik an der Aufarbeitung

Ein Meinungsbeitrag in „Austrian Wings“ kritisierte die Episode von „Mayday – Alarm im Cockpit“ als „mangelhaft recherchiert“. Niki Lauda, der Inhaber der Fluggesellschaft Lauda Air, wurde vorgeworfen, den Unfall zu seinen Gunsten darzustellen und wesentliche Unterlagen für die Ursachensuche zurückgehalten zu haben. Es wurde behauptet, dass mehr als 20 Seiten des technischen Logbuchs der „Mozart“ fehlten, und diese sollen nach dem Absturz entnommen worden sein. Ein Wiener Staatsanwalt erklärte sogar, dass der Absturz hätte verhindert werden können, wenn die Techniker die defekten Kabel an der linken Triebwerksaufhängung gründlich untersucht hätten.

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Flugsicherheit im Fokus

Insgesamt zeigt dieser tragische Vorfall, wie wichtig die Flugsicherheit ist. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) veröffentlicht regelmäßig Berichte, die Unfälle und schwere Störungen dokumentieren. Diese Berichte bieten wertvolle Hinweise zur Vermeidung zukünftiger Unfälle und sind ein wichtiger Teil der Flugsicherheitskultur. Alle Untersuchungsberichte sind seit 1998 kostenlos im Internet abrufbar, was es ermöglicht, die Lehren aus solchen Tragödien zu ziehen und die Sicherheit in der Luftfahrt weiter zu verbessern.

Trotz der schockierenden Ereignisse bleibt die Erinnerung an die verlorenen Leben lebendig. Die Universität Innsbruck und die Angehörigen der Opfer werden nie vergessen, was an diesem tragischen Tag geschehen ist. Die Geschichten der 21 Menschen, die an Bord waren, sind Teil eines schmerzhaften Kapitels in der Geschichte der Luftfahrt. Sie mahnen uns, dass Sicherheit immer an erster Stelle stehen sollte.