Am vergangenen Mittwoch, dem 11. Mai 2026, war es endlich soweit: Die Feuerwehr Kitzbühel führte eine spannende Einsatzübung im neu errichteten „KitzSki Living“ durch. Dieses moderne Gebäude, das im Winter als Personalwohnhaus dient und in den Sommermonaten Urlaubsgästen eine Unterkunft bietet, wurde zum Schauplatz eines simulierten Brandes in der Tiefgarage. Die Situation war brenzlig, denn zahlreiche Personen galten als eingeschlossen. Über 50 Mitglieder der Feuerwehr waren mit vollem Einsatz dabei, während sie sich auf die Herausforderungen des neuen Gebäudes konzentrierten.
Besonders erwähnenswert ist, dass die neue Einsatzbekleidung, die eigentlich bei dieser Übung getragen werden sollte, erst einen Tag nach dem Training geliefert wurde. Das hat die Einsatzkräfte natürlich nicht davon abgehalten, ihr Bestes zu geben. Auch die Beobachter, darunter Vertreter der Gemeindeeinsatzleitung wie StR. Alexander Gamper und Arzt Christian Hengl sowie die Bergbahn-Vorstände Toni Bodner und Christian Wörister, waren vor Ort und verfolgten aufmerksam das Geschehen. Kommandant Andreas Reisch äußerte sich begeistert über die Übung und die damit verbundenen Herausforderungen.
Intensive Vorbereitung für den Ernstfall
Die Übungen der Feuerwehr Kitzbühel sind jedoch nicht auf diese eine Aktion beschränkt. Bereits am 4. Mai 2019 fand eine Heißausbildung auf dem Parkplatz des Stadtbauhofes statt. Hier wurde ein ganz anderes, aber ebenso wichtiges Thema behandelt: die Vorbereitung und Ausbildung der Feuerwehrleute für Innenangriffe mit schwerem Atemschutz. Ziel war es, das richtige „Lesen“ des Brandrauches zu erlernen – eine Fähigkeit, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden kann.
Die Teilnehmer, 24 Atemschutzträger der Feuerwehr, wurden theoretisch in die Gefahren des Atemschutzeinsatzes eingewiesen. Sie bekamen wertvolle Informationen zum Deuten von Brandrauch, bevor es in die praktische Übung ging. Realitätsnahe Brandsituationen wurden simuliert, indem Holzpaletten zur Befeuerung verwendet wurden. Es ging um Flashover, Backdraft und um die Bewegung der Rauchgase, während die Feuerwehrleute an Türöffnungen, Rauchgaskühlung und Brandbekämpfung arbeiteten. Auch das Strahlrohr, das Schlauchmanagement und die Kommunikation wurden intensiv trainiert. Ein großes Dankeschön ging an die Ausbilder Elias und Mario sowie an den Atemschutzbeauftragten Reini für die Organisation dieser wichtigen Übung.
Ein starkes Team für die Sicherheit in Kitzbühel
Die Arbeit der Feuerwehr Kitzbühel ist von wichtiger Bedeutung für die Sicherheit der Bevölkerung und die Gäste in der Region. Übungen wie diese sind nicht nur notwendig, sie fördern auch den Zusammenhalt und das Können der Einsatzkräfte. Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Leidenschaft und Professionalität die Feuerwehrleute ihre Aufgaben angehen. Die Herausforderungen im neuen „KitzSki Living“ werden sicher nicht die letzten sein, und man darf gespannt sein, wie sich die Feuerwehr auf zukünftige Einsätze vorbereitet.
Für die Feuerwehrleute ist jeder Einsatz eine neue Herausforderung, und ihre kontinuierliche Ausbildung ist entscheidend. Wir können nur hoffen, dass ihre Fähigkeiten nie in einem echten Notfall gebraucht werden müssen, aber wenn es darauf ankommt, sind sie bestens vorbereitet.
Mehr Informationen zur Übung finden Sie in dem Artikel auf dem Kitzanzeiger und zur Heißausbildung auf feuerwehr.tirol.