Am Donnerstag, dem 21. Mai 2026, gibt es in der Alten Gerberei in St. Johann i. T. eine besondere Filmvorführung, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Der Film „I SWEAR“, unter der Regie von Kirk Jones, wird ab 20 Uhr auf der Leinwand zu sehen sein. Dieses Drama, das auch Elemente einer Biographie und Komödie enthält, erzählt die wahre Geschichte von John Davidson, einem bemerkenswerten Mann, der sein Leben mit dem Tourette-Syndrom meistert. Für nur 10 Euro Eintritt darf man sich auf 120 Minuten inspirierende Unterhaltung freuen.

Bevor der Film beginnt, wird die Band Platform 2 ab 19:15 Uhr für musikalische Unterhaltung sorgen. Die Bar ist ebenfalls geöffnet, sodass man sich vor dem Film oder während der Pause mit einem Getränk versorgen kann. Der Film wird in englischer Sprache mit englischen Untertiteln gezeigt und hat bereits 6 Preise gewonnen sowie 20 Nominierungen erhalten – das spricht für sich!

Ein Blick auf John Davidson

John Davidson, der in Galashiels aufwuchs, bekam schon in jungen Jahren die Diagnose Tourette-Syndrom. Seine Symptome, darunter Tics, Koprolalie und Zwangsstörungen, führten dazu, dass er sich von seinen Altersgenossen entfremdete. Doch anstatt sich in eine Ecke drängen zu lassen, hat Davidson nie aufgegeben. Er setzte sich zeitlebens für das Verständnis und die Akzeptanz des Tourette-Syndroms ein. Sein Engagement wurde 2019 mit dem MBE (Member of the Order of the British Empire) von der Queen gewürdigt. Eine wahre Lebensgeschichte, die Mut macht!

Bekannt wurde Davidson auch durch die BBC-Dokumentation „John’s Not Mad“ aus dem Jahr 1989. Diese filmische Auseinandersetzung mit seinem Leben und seiner Erkrankung gibt einen tiefen Einblick in die Herausforderungen, mit denen er konfrontiert war. Sein Engagement in der Jugendarbeit und die Gründung einer Selbsthilfegruppe in den Borders verdeutlichen, wie wichtig ihm die Aufklärung über das Tourette-Syndrom war. Es ist beeindruckend, dass er sich regelmäßig in Schulen und bei Vereinen präsentiert hat, um das Bewusstsein für neurodiverse Menschen zu schärfen.

Der Film und seine Botschaft

Mit „I SWEAR“ wird nicht nur Davison’s persönliche Geschichte erzählt, sondern auch ein gesellschaftliches Thema angesprochen, das uns alle betrifft: die Inklusion und die Einstellung der Gesellschaft gegenüber Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Der Film thematisiert Hoffnung, Widerstandskraft und die persönliche Würde, die man selbst in schwierigen Zeiten bewahren kann. Es ist ein Appell für mehr Verständnis und Akzeptanz – und das zur rechten Zeit, denn der Film startet kurz vor dem Tourette-Awareness-Month, der vom 15. Mai bis 15. Juni 2026 stattfindet.

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Mit Robert Aramayo, bekannt aus „Game of Thrones“, in der Hauptrolle des John Davidson und der humorvollen sowie grotesken Erzählweise von Kirk Jones verspricht der Film sowohl berührend als auch unterhaltsam zu werden. Übrigens, Davidson war aktiv am Filmprojekt beteiligt und hat dazu beigetragen, dass seine Geschichte authentisch und realitätsnah umgesetzt wird.

In der deutschen Fassung, die unter dem Titel „VERFLUCHT NORMAL“ am 28. Mai 2026 in die Kinos kommt, dürfen wir uns auf eine spannende und aufschlussreiche Auseinandersetzung mit einem Thema freuen, das oft noch im Schatten steht. Der Film wird sicher viele zum Nachdenken anregen und vielleicht sogar das ein oder andere Vorurteil abbauen.

Wenn ihr am Donnerstag Abend noch nichts vorhabt, schaut vorbei! Es könnte eine unvergessliche Erfahrung werden. Für weitere Informationen zu dieser Veranstaltung besucht die Website.