Krise im Skiweltverband: Eliasch unter Druck vor FIS-Präsidentenwahl
Heute ist der 7.06.2026 und wir berichten direkt aus dem malerischen Kitzbühel, wo die Skiwelt gebannt auf die Entwicklungen rund um die FIS-Präsidentenwahl blickt. Johan Eliasch, der aktuelle Präsident, hat sich zur Wiederwahl entschlossen, doch die Stimmen der Athleten, allen voran Marco Odermatt, werden lauter. Ein Alarmzeichen, das nicht ignoriert werden kann. Immerhin drohen nicht nur Österreich, sondern auch die Schweiz mit dem Rückzug von traditionellen Weltcup-Klassikern wie Kitzbühel und Adelboden, wenn sich die Situation nicht verbessert. Das berichtet zumindest der Schweizer „Blick“.
Besonders brisant wird die Lage durch den Rücktritt von CEO Lehmann, der die ohnehin angespannten Verhältnisse weiter verschärft hat. Sport- und Verbandsvertreter sind alarmiert, vor allem die finanzielle Situation der FIS sorgt für Sorgenfalten. Diego Züger, CEO von Swiss-Ski, bringt es auf den Punkt: „Fahren mit 180 km/h gegen eine Wand“ – eine Metapher, die für die aktuelle Lage nicht treffender sein könnte. Die bevorstehende Entscheidung beim FIS-Kongress in Belgrad nächste Woche wird entscheidend sein. Hier wird sich zeigen, ob Eliasch das Vertrauen der Mitglieder zurückgewinnen kann.
Kritik an der Führung
Der noch amtierende Generalsekretär des Österreichischen Skiverbands (ÖSV), Christian Scherer, übt scharfe Kritik an der neuen Führung. Er bemängelt, dass unter der bisherigen Leitung sowohl Unterstützung für die Mitglieder als auch finanzielle Stabilität gewährleistet war. Nun sieht das neue Budget ein strukturelles Defizit von 5,7 Millionen Franken für die kommende Saison vor, was die Sorgen nur weiter verstärkt. Scherer fordert von Eliasch, dass er Vertrauen in seine Strategie und Führungsqualität aufbaut und gleichzeitig das Defizit anerkennt. Die Zeit drängt.
Inmitten all dieser Turbulenzen bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt. Der Druck auf Eliasch wächst, und es wird spannend zu sehen, ob die FIS unter seiner Führung die Kurve kriegt oder ob die angedrohten Rückzüge von prestigeträchtigen Veranstaltungen Realität werden. Kitzbühel, ein Name, der für viele einfach nur für alpine Exzellenz steht, könnte schon bald Geschichte sein, wenn nicht schnell gehandelt wird.
