Marco Odermatt enttäuscht beim Training in Kitzbühel
In Kitzbühel ist derzeit die Aufregung groß. Marco Odermatt, der Star unter den Skifahrern, zeigt sich mit seinem zweiten Training auf der legendären Streif alles andere als zufrieden. Am Mittwoch wird das Abschlusstraining der Männer stattfinden, und die Vorfreude auf die bevorstehenden Rennen steigt. Doch die Schweizer Fahrer konnten im zweiten Training nicht überzeugen – keiner erreichte die Top 10. Bester Schweizer war Stefan Rogentin, der mit einem Rückstand von 0,86 Sekunden auf den Trainingsschnellsten, Nils Allegre aus Frankreich, den 13. Platz belegte.
Das Training brachte einige Überraschungen mit sich: Arnaud Boisset, der mit der Startnummer 59 ins Rennen ging, konnte sich den 15. Platz sichern. Für die Schweizer lief es eher durchwachsen. Niels Hintermann und Marco Odermatt schafften es immerhin in die Top 20, mussten aber mit Rückständen von über einer Sekunde leben. Für Odermatt, der als einer der Favoriten gilt, war das sicher nicht der Einstieg, den er sich gewünscht hatte. Die Ergebnisse der Schweizer im Überblick:
- 13. Stefan Rogentin + 0.861
- 15. Arnaud Boisset + 0.931
- 19. Niels Hintermann + 1.052
- 20. Marco Odermatt + 1.192
- 23. Ralph Weber + 1.232
- 26. Lars Rösti + 1.303
- 31. Franjo von Allmen + 1.433
- 32. Gilles Roulin + 1.513
- 38. Justin Murisier + 1.875
- 54. Josua Mettler + 2.935
- 57. Alexis Monney + 3.116
- 61. Christophe Torrent + 5.26
Ein schwerer Unfall überschattete das Training: Rémi Cuche verunfallte und wurde mit einem Helikopter ins Krankenhaus gebracht. Es wird eine Knieverletzung befürchtet. Dies wirft natürlich einen Schatten auf die Veranstaltung. Zudem ist am Donnerstag ein Ruhetag eingeplant, bevor am Freitag die erste Abfahrt auf dem Programm steht, gefolgt von einer zweiten am Samstag und einem Slalom am Sonntag.
Marco Odermatt: Ein Champion mit eigener Gondel
Der 26-jährige Nidwaldner hat in Kitzbühel eine ganz besondere Ehre erfahren. Im Sommer 2025 wurde ihm anlässlich seines Super-G-Sieges eine eigene Gondel der Hahnenkammbahn verliehen. Rund 200 geladene Gäste – und viele, die zufällig vorbeischauten – waren bei der Zeremonie anwesend. Michael Huber, Präsident des Kitzbüheler Ski Clubs, lobte Odermatt als den weltbesten Skifahrer und echten Sympathieträger. Dies ist eine Auszeichnung, die nicht viele Athleten erhalten. Odermatt selbst betonte die Bedeutung von Kitzbühel für die Athleten und äußerte den Wunsch, auch die prestigeträchtige Abfahrt zu gewinnen.
Sein bisheriger Werdegang in Kitzbühel ist beeindruckend. Seit 2019 trat er dort zwölfmal an und konnte acht Top-10-Platzierungen erzielen, darunter zwei zweite Plätze und einen dritten Platz in der Abfahrt. Komischerweise war er zuletzt vor rund 20 Jahren im Sommer auf dem Hahnenkamm. Die Veranstaltung war nicht nur eine Feier für ihn, sondern auch eine Hommage an seine Leistungen und seine Persönlichkeit, die von vielen geschätzt wird.
Erfolge und Pläne für die Zukunft
Marco Odermatt ist in dieser Saison durchaus erfolgreich unterwegs. Er hat kürzlich in Wengen einen Doppelerfolg gefeiert und kann auf eine beeindruckende Podest-Serie zurückblicken: 22 von 24 Rennen seit seiner Verletzung hat er auf einem der ersten drei Plätze beendet. Diese Verletzung ereignete sich auf der Streif, ein Jahr zuvor. Es bleibt spannend zu sehen, ob Odermatt seine Erfolgsserie beim Nacht-Riesenslalom in Schladming fortsetzen kann, der für den 23. Januar geplant ist.
Die Vorfreude auf die Hahnenkammrennen ist groß, und die Tickets sind ab Juli im Webshop erhältlich. Das Ski-Event ist nicht nur für die Athleten, sondern auch für die Zuschauer ein Highlight im Winterkalender. Die Atmosphäre in Kitzbühel wird sicher wieder einmalig sein, und die Fans erwarten spannende Wettkämpfe auf der berüchtigten Streif. Der Countdown läuft!
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