In Kufstein, wo die Alpen eine atemberaubende Kulisse bieten, hat sich kürzlich ein kreatives Netzwerk gebildet. Kunstschaffende aus Oberaudorf und Kufstein trafen sich zu einem Vernetzungstreffen, das Teil des Euregio-Programms „People2People“ ist. Ziel dieser Veranstaltung war es, Künstler, Kreative und Kunsthandwerker aus der Euregio Inntal Region zusammenzubringen und neue Kontakte zu fördern. Es fand im gemütlichen Café-Bar Leichtsinn statt, wo der Duft von frisch gebrühtem Kaffee in der Luft lag und eine lebendige Atmosphäre herrschte.
Der Oberaudorfer Künstler Hannes Seebacher leitete das Treffen, das in das Projekt „Nachhaltige Wirkung von dreidimensionaler Kunst“ eingebettet ist. Rund 30 Teilnehmer präsentierten ihre Arbeiten und tauschten sich über gemeinsame Interessen und Kooperationsfelder aus. Ein kreatives Miteinander, das förmlich in der Luft lag! Der Fokus lag klar auf der Entwicklung neuer Ideen und Perspektiven für zukünftige grenzüberschreitende Projekte, die in der Region einen bleibenden Eindruck hinterlassen sollen. Diese Initiative wird als Euregio-Regio-Projekt im Rahmen des Interreg Bayern–Österreich Programms gefördert. Die Förderung hat das Ziel, die Sichtbarkeit der dreidimensionalen Kunst zu stärken und deren Bedeutung im kulturellen Gemeindeleben zu fördern, was für die Region von unschätzbarem Wert ist.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Das Interreg-Programm, welches auch in diesem Kontext eine wichtige Rolle spielt, fördert nicht nur die Kunst, sondern auch eine Vielzahl grenzüberschreitender Projekte. Hierbei liegt der Fokus auf der Zusammenarbeit zwischen deutschen und niederländischen Gemeinden, Universitäten und Verbänden, um kleinere, niederschwellige Projekte zu unterstützen. Diese Projekte sind oft von enormer Bedeutung für den Technologietransfer kleiner und mittlerer Unternehmen und tragen zur Stärkung der regionalen Identität bei.
Zu den geförderten Projekten gehören unter anderem der Ausbau grenzüberschreitender Infrastrukturen sowie die Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte beider Länder. Ein wichtiges Kriterium für die Genehmigung eines Förderantrags ist der grenzüberschreitende Mehrwert des Vorhabens. Das zeigt, wie essenziell es ist, dass Projektpartner auf verschiedenen Ebenen zusammenarbeiten – sei es durch grenzüberschreitendes Personal oder finanzielle Überschneidungen.
Interreg und die kulturelle Entwicklung
Die Initiative „People2People“ ist nicht nur ein kreatives Highlight, sondern auch Teil der europäischen Kohäsionspolitik, die sich an der EU-Zielsetzung für regionale Entwicklung orientiert. Interreg ist in drei Ausrichtungen unterteilt: A, B und C, wobei jede von ihnen unterschiedliche Förderkriterien hat. Besonders hervorzuheben ist Interreg A, das sich auf die grenzübergreifende Zusammenarbeit an EU-Innen- und Außengrenzen konzentriert.
Die thematischen Schwerpunkte von Interreg beinhalten wirtschaftliche, soziale, ökologische und kulturelle Fragestellungen. Projekte, die durch Interreg gefördert werden, adressieren die Herausforderungen beiderseits einer Grenze und fördern somit eine nachhaltige Stadtentwicklung sowie lokale Strategien. Diese Projekte bieten nicht nur eine Plattform für Künstler, sondern auch für Gemeinden, die daran interessiert sind, ihre kulturelle Identität zu stärken und zu bewahren.
Insgesamt ist es spannend zu beobachten, wie solch kreative Vernetzung Treffen nicht nur das kulturelle Leben in der Region beleben, sondern auch dazu beitragen, dass die Menschen enger zusammenrücken, ganz gleich, ob sie aus Österreich oder Deutschland stammen. Die Kunst vereint, und das ist vielleicht das schönste an solchen Projekten.
