Im Wirtschaftspark E3 in Kirchbichl fand die Generalversammlung des Maschinenrings Kufstein statt. Unter dem Motto „Erfolg entsteht, wo Menschen gemeinsam anpacken“ berichtete Obmann Hannes Dengg von einem intensiven Jahr, das geprägt war von zahlreichen Sitzungen und neuen Formaten bei den Gebietsversammlungen. Das Ziel des Maschinenrings ist es, den Mitgliedern direkten Mehrwert zu bieten und somit die Zusammenarbeit in der Landwirtschaft zu fördern. Der Maschinenring bietet ein vielfältiges Angebot an Leihmaschinen, Maschinengemeinschaften und Agrardienstleistungen an, um Partner der Bäuerinnen und Bauern zu sein, Kosten zu senken und Zusatzeinkommen zu ermöglichen. Besonders hervorzuheben ist die hohe Mitgliederdichte von knapp 90 Prozent in Tirol und die Tatsache, dass 80 Prozent der Bauern im Bezirk Kufstein Mitglieder des Maschinenrings sind, was die größte Dichte an Mitgliedern in Tirol darstellt.

Geschäftsführer Josef Unterweger, der eine Ausbildung als beratender Ingenieur in Landwirtschaft und Agrartechnik absolviert hat, konnte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 7,6 Millionen Euro erzielen, was einem Plus von 16 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht. Dies ist maßgeblich auf das Engagement der rund 1.300 Mitglieder zurückzuführen, von denen 80 Prozent Dienstleistungen erbringen oder beauftragen. Eine wichtige Säule der Arbeit des Maschinenrings ist die soziale Betriebshilfe, die in 24 Fällen mit über 3.000 Einsatzstunden unterstützt wurde. Zudem leisteten landwirtschaftliche Zivildiener über 9.000 Stunden Hilfe auf 16 Betrieben.

Neue Perspektiven für die Landwirtschaft

Ein weiterer Fokus des Maschinenrings ist die bodenfreundliche Baubegleitung, die von der Planung bis zur Rekultivierung reicht. In den letzten zwei Jahren wurden im Rahmen des Projekts „Klimafitte Wiesen“ 1.000 Hektar Grünlandpflege und Sanierung durchgeführt, was den Ertrag für die Grünlandbauern sichergestellt und verbessert hat. Obmann Hannes Dengg betonte die Bedeutung des Schutzes wertvoller Böden für die Landwirtschaft, um die Erträge auch in Zukunft zu sichern.

Für die kommenden Jahre plant der Maschinenring den Ausbau des Gemeinschafts- und Leihmaschinenangebots, die Einführung von Agrar-Drohnen-Dienstleistungen sowie die Weiterentwicklung von Zuerwerbsmodellen. Eine Herausforderung bleibt jedoch die Suche nach geeignetem Personal. Zum Abschluss der Generalversammlung hielt Grünlandberater Anton Hofmann einen Vortrag zur „Multifunktionalität der Tiroler Grünlandwirtschaft im Klimawandel“ und zur neuen SatGrass-App, die Landwirten helfen soll, ihre Flächen effizienter zu bewirtschaften.

Genossenschaften als Rückgrat der Landwirtschaft

Die Arbeit des Maschinenrings wird durch die über 400 landwirtschaftlichen Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften im Genoverband unterstützt. Diese Genossenschaften verstehen sich als Dienstleistungsunternehmen der Landwirtschaft und bündeln Angebot und Nachfrage, um die Marktstellung ihrer Mitglieder gegenüber Handel und Industrie zu stärken. Sie bieten eine breite Palette an Dienstleistungen an, die von der Verarbeitung und Veredelung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen bis hin zur regionalen Vermarktung reichen.

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Die Bedeutung solcher Genossenschaften und Organisationen wie dem Maschinenring zeigt sich nicht nur in der Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe, sondern auch in der Schaffung attraktiver Arbeits- und Ausbildungsplätze im ländlichen Raum. Der Maschinenring Kufstein positioniert sich somit als ein zukunftsorientierter Partner für die Landwirtschaft im Bezirk Kufstein und darüber hinaus. Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel der Quelle.