Die Pendler zwischen Kufstein und München müssen sich auf massive Veränderungen im Bahnverkehr einstellen. Ab Mitte Juni 2026 wird die beliebte Verbindung stark eingeschränkt sein. Der Grund dafür? Eine groß angelegte Streckensanierung der Deutschen Bahn (DB InfraGO AG). Diese Sanierung des Bahnkorridors zwischen Obertraubling und Passau wird vom 14. Juni bis zum 12. Dezember 2026 durchgeführt. Während dieser Zeit wird die Strecke vollständig für den Personen- und Güterverkehr gesperrt. Das bedeutet: Reisende müssen sich auf Fahrplanänderungen, Zugausfälle und Schienenersatzverkehr gefasst machen.
Die Auswirkungen dieser Sanierung betreffen auch die Verbindungen der Bayerischen Regiobahn (BRB) im Chiemgau-Inntal. Besonders betroffen sind die Linien RE 5, die zwischen München, Rosenheim und Salzburg verkehrt, sowie die RB 54, die von München über Rosenheim nach Kufstein führt. Für die RB 54 dürfen Pendler mit Einschränkungen rechnen, da die Verbindung zwischen Rosenheim und München Hauptbahnhof nur noch im Zwei-Stunden-Takt angeboten wird. Außerdem wird es einen stündlichen Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Grafing Bahnhof und Rosenheim geben. Solche Änderungen können natürlich ganz schön frustrierend sein!
Wichtige Informationen für Reisende
Die Bayerische Regiobahn empfiehlt, vor Reiseantritt die Webseite www.brb.de zu nutzen, um aktuelle Informationen zu erhalten. Dort finden sich auch die BRB-WhatsApp-Kanäle (www.brb.de/whatsapp), die tagesaktuelle Informationen bereitstellen. Wer die sozialen Medien nutzt, kann auf die „BRB Störungsinfo“ auf Facebook zurückgreifen, um Echtzeitinformationen zu erhalten. Zudem sind Lagepläne aller Schienenersatzverkehr-Haltestellen auf www.bahnhof.de verfügbar. Es ist also ratsam, sich gut vorzubereiten, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Die Änderungen und Einschränkungen sind nicht zu unterschätzen, besonders für die Schüler, deren Verbindungen möglicherweise ebenfalls durch Busse ersetzt werden müssen. Da wird das Pendeln schnell zur Herausforderung. Die Deutsche Bahn hat zudem angekündigt, dass ab 2026 Erleichterungen bei den Trassenpreisen für die Eisenbahnverkehrsunternehmen angestrebt werden, um die längeren Wege auf Umleitungsstrecken zu kompensieren. Das könnte ein kleiner Lichtblick sein, wenn man sich die gesamte Situation vor Augen führt.
Weitere Informationsquellen
Für alle, die sich umfassend über den Bahnverkehr in Deutschland informieren wollen, ist bahn.de aktuell die zentrale Anlaufstelle. Dort gibt es eine interaktive Störungskarte, die aktuelle Verkehrsbehinderungen im DB-Netz anzeigt. Außerdem können Reisende Echtzeit-Positionen von Zügen über das Zugradar verfolgen und sich über Abfahrtstafeln an lokalen Bahnhöfen informieren. Wer immer auf dem neuesten Stand bleiben möchte, kann sich auch automatisch per E-Mail oder App über Verspätungen benachrichtigen lassen. Das ist doch ganz praktisch, oder?
Das Bundesministerium für Verkehr hat dem neuen Zeitplan der DB InfraGO AG für die Generalsanierung des Schienennetzes bereits zugestimmt. Diese Maßnahme wurde in enger Abstimmung mit verschiedenen Akteuren aus der Branche und den Bundesländern geplant. Ziel ist es, die Sanierungszeiten optimal anzupassen. Auch die Rückmeldungen zur Stabilität der Umleitungsverkehre werden berücksichtigt.
In den kommenden Jahren sind viele weitere Generalsanierungen in verschiedenen Korridoren geplant. Ab 2027 stehen unter anderem die Korridore Rosenheim–Salzburg und Lehrte–Berlin auf der Liste. Mit all diesen Maßnahmen möchte die Deutsche Bahn sicherstellen, dass die Infrastruktur verbessert und die Einschränkungen für Reisende und Güterverkehrsunternehmen so gering wie möglich gehalten werden. Es bleibt zu hoffen, dass diese Sanierungen tatsächlich zu einem besseren und stabileren Bahnverkehr führen.