Am 12. Mai 2026 wurde in einer Sitzung der Tiroler Landesregierung eine spannende Neuerung für die heimische Jägerschaft vorgestellt: die App „Tiroler Jagd“. Diese innovative Lösung ermöglicht es Jäger:innen, erlegtes Kahlwild – also Hirschkälber, Schmaltiere und Wildtiere ohne Geweih – direkt per Smartphone zu dokumentieren und an die Behörde zu melden. Ein echter Fortschritt, der die bisherige Praxis der „Grünvorlage“ revolutioniert. Bisher mussten die Jäger:innen das erlegte oder verendete Wild im unaufgebrochenen Zustand zur Behörde bringen, was nicht nur Zeit, sondern auch Nerven kostete.

Die digitale Grünvorlage ersetzt diese umständliche Methode durch ein einfaches Foto. Das klingt doch nach einer Erleichterung, oder? „Die digitale Grünvorlage spart Zeit und Kilometer für Jäger:innen und entspricht dem Ziel, Bürokratie zu reduzieren und die Handhabung zu vereinfachen“, erklärt Landeshauptmann Anton Mattle. Die App wird bereits im Bezirk Landeck erfolgreich genutzt und steht nun flächendeckend zur Verfügung. Das freut die Jägerschaft, die sich somit auf das Wesentliche konzentrieren kann – die Jagd selbst.

Funktionen der „Tiroler Jagd“-App

Die App bietet nicht nur die digitale Grünvorlage, sondern auch die Möglichkeit, Abschussmeldungsentwürfe zu erstellen. Um die volle Funktionalität nutzen zu können, ist eine Anmeldung via ID-Austria empfehlenswert. Mit dieser Anmeldung wird die Gültigkeit der Jagdkarte angezeigt, sowie aktuelle Funktionen in der Jagd- und Fischereianwendung Tirol (JAFAT) und hinterlegte Kontaktdaten. Und falls mal keine Internetverbindung vorhanden ist? Kein Problem! Entwürfe werden einfach zwischengespeichert und beim nächsten Verbindungsaufbau automatisch übermittelt.

Was die technischen Voraussetzungen angeht: Die App funktioniert mit iOS 17.6 oder neuer für iPhone und iPad sowie mit macOS 14.6 oder neuer für Mac-Computer mit Apple M1-Chip oder neuer. Es ist also ein gewisses Maß an technischer Ausstattung notwendig. Die Anbieter, die hinter dieser praktischen Lösung stehen, sind die DVT-Daten-Verarbeitung-Tirol-GmbH, die sich um die digitale Zukunft der Jagd kümmern.

Digitale Lösungen für die Wildtierverwaltung

Was die Digitalisierung in der Jagd betrifft, ist Tirol nicht allein. Experten warnen allerdings auch vor Herausforderungen wie der Afrikanischen Schweinepest (ASP), die möglicherweise Deutschland erreichen könnte. Diese Seuche betrifft sowohl Wild- als auch Hausschweine und hat sich bereits in Ländern wie Belgien und Frankreich ausgebreitet. In Baden-Württemberg hat man bereits Seuchenschutzübungen durchgeführt, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Dort wurde ein Wildtierportal zur digitalen Erfassung von Jagdstrecken eingerichtet, das den bisherigen analogen Aufwand erheblich reduzieren soll.

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Die digitale Erfassung ist nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch eine Notwendigkeit, um schnell auf Ausnahmesituationen reagieren zu können. Jäger:innen können künftig ihre Jagdstrecken digital erfassen und die Daten mit einem Knopfdruck an die zuständige Jagdbehörde senden. Ein weiterer Schritt in Richtung moderner Jagdverwaltung, der möglicherweise auch in Tirol bald Realität werden könnte.

Die Entwicklungen rund um die Digitalisierung in der Jagd sind spannend und zeigen, wie wichtig es ist, die Tradition mit modernen Technologien zu verbinden. Die App „Tiroler Jagd“ ist ein Schritt in die richtige Richtung und könnte langfristig die Jagdpraxis in Tirol verändern.