Heute ist der 19. Juni 2026, und wir blicken auf eine erfreuliche Nachricht aus der Region: Das AMS Lienz wurde am 16. Juni 2025 in Ybbs an der Donau zum dritten Mal in Folge als beste Geschäftsstelle Tirols ausgezeichnet. Diese Auszeichnung, der „Best of AMS Award“, wird für herausragende Leistungen in den Bereichen Zielerreichung, Servicequalität, Effizienz der Vermittlung und Kundenzufriedenheit vergeben. Das AMS Lienz schaffte es dabei im österreichweiten Vergleich auf den respektablen 13. Platz. Ein stolzes Ergebnis, das die harte Arbeit des gesamten Teams widerspiegelt! (Quelle)

Die Situation am Arbeitsmarkt im Bezirk Lienz zeigt sich in einem stabilen Licht. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt 2025 bei 4,2 Prozent – das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass viele urbanen Regionen weit darüber liegen. Seit 2015 ist die unselbstständige Beschäftigung in der Region um 9,9 Prozent gestiegen, während die erwerbsfähige Bevölkerung um etwa 5 Prozent zurückging. Ein Zeichen, dass die Unternehmen in Lienz auf der Suche nach qualifizierten Arbeitskräften sind.

Langzeitbeschäftigungslosigkeit und Herausforderungen

Ein weiterer positiver Aspekt ist der Rückgang der Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen. Seit 2015 ist diese Zahl um beeindruckende 58,2 Prozent gesunken. Dennoch gab es im Jahresdurchschnitt 2025 immer noch 63 Personen, die langzeitbeschäftigungslos waren, was 7 Prozent aller Arbeitslosen entspricht. Zum Vergleich: In Innsbruck liegt die Langzeitbeschäftigungslosigkeit bei 18,1 Prozent und österreichweit bei 29,2 Prozent. Da zeigt sich, wie gut die Region Lienz aufgestellt ist, aber auch, dass es noch Potenzial zur Verbesserung gibt.

Barbara Grain, die Leiterin der AMS Geschäftsstelle Lienz, hat in diesem Zusammenhang betont, wie wichtig es ist, Lösungen für den Personalbedarf der Betriebe zu finden. Sie spricht auch die Herausforderungen an, die mit den traditionellen Rollenbildern verbunden sind, und fordert einen Aufbruch. In Zeiten, in denen Prognosen von Statistik Austria einen Rückgang der Erwerbsbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren um 9,2 Prozent bis 2040 voraussagen, ist dies besonders relevant. Junge Frauen unter 25 Jahren sind dabei besonders betroffen, mit einem geschätzten Rückgang von rund 9,4 Prozent.

Die wirtschaftliche Struktur Osttirols

Die wirtschaftliche Struktur Osttirols ist vielfältig und umfasst zahlreiche Sektoren, darunter Industrie, Handwerk, Gewerbe sowie Gesundheits- und Sozialwesen. Besonders bemerkenswert ist das starke Beschäftigungswachstum in der Warenherstellung mit 626 neuen Arbeitsplätzen sowie im Gesundheits- und Sozialwesen, wo 403 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Das AMS Lienz meldete im Jahr 2025 durchschnittlich 435 sofort verfügbare offene Stellen – eine gute Gelegenheit für Arbeitsuchende, die sich in diesen Bereichen umsehen.

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Doch die Lage am Arbeitsmarkt ist nicht ohne Herausforderungen. Aktuelle Daten zeigen, dass die Arbeitslosenzahlen seit April 2023 kontinuierlich steigen, wenn auch in moderatem Tempo. Im Mai 2026 waren beispielsweise 301.676 Menschen beim AMS arbeitslos gemeldet. Das ist ein Anstieg von 2.931 Personen im Vergleich zum Vorjahr. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Gruppen, die stärker von Arbeitslosigkeit betroffen sind, wie Frauen, Menschen mit Behinderung und ältere Arbeitnehmer:innen. Ein komplexes Bild, das sich da zeigt.

Insgesamt ist das AMS Lienz ein leuchtendes Beispiel für erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik in Tirol. Die Auszeichnung als beste Geschäftsstelle zeigt, dass Engagement und Serviceorientierung Hand in Hand gehen. Die kommenden Jahre werden spannend, besonders im Hinblick auf die demografischen Entwicklungen und die damit verbundenen Anpassungen am Arbeitsmarkt. Bleiben wir dran!

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