Ein 18-jähriger Autofahrer sorgte am Freitagabend in Lienz für Aufsehen, als er sich einer wilder Verfolgungsjagd mit der Polizei lieferte. Um etwa 21:40 Uhr bemerkte die Polizei ein Fahrzeug mit italienischem Kennzeichen auf der Drautalstraße (B100), das mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Bei einer Geschwindigkeitsmessung wurde eine rasante Geschwindigkeit von 181 km/h festgestellt – erlaubt sind dort nur 100 km/h, nach Abzug der Toleranz!
Die Beamten nahmen mit Blaulicht die Verfolgung auf. Doch anstatt langsamer zu werden, beschleunigte der junge Fahrer weiter und überfuhr dabei mehrere rote Ampeln. Ein wahrer Adrenalinkick, könnte man sagen! Während der Flucht stürzte ein entgegenkommender Radfahrer, ob es zu einer Berührung mit dem Wagen kam, bleibt unklar. Es ist jedoch sicher, dass solche Situationen nicht nur für den Fahrer, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer extrem gefährlich sind.
Das Ende der Flucht
Schließlich endete die rasante Fahrt an der OBI-Kreuzung. Der Fahrer bog in die Schillerstraße ein und versuchte, sich in einer Hauseinfahrt zu verstecken – ein verzweifelter Versuch, der Polizei zu entkommen. Doch das Vorhaben misslang, und die Beamten konnten ihn schnell stellen. Bei der Befragung zeigte sich der junge Mann geständig und erklärte, dass das Blaulicht ihn zu einem Adrenalinschub veranlasst hatte und er die Flucht als einzigen Ausweg sah. Komisch, wie man in so einer Stresssituation denkt, oder?
Glücklicherweise verliefen die Alkohol- und Drogentests negativ. Das Auto und der Führerschein des Fahrers wurden vorläufig abgenommen. Die Polizeiinspektion Lienz bittet den betroffenen Radfahrer und weitere gefährdete Personen, sich unter der Telefonnummer 059133/7230 zu melden. Es bleibt zu hoffen, dass der Radfahrer nicht allzu schwer verletzt wurde und bald wieder auf die Beine kommt.
Ein Blick auf die Hintergründe
Verfolgungsjagden sind in Österreich nicht alltäglich, aber sie kommen vor. Die Frage, die sich dabei oft stellt: Was geht in den Köpfen der Fahrer vor, die sich in solchen Situationen der Polizei entziehen wollen? Ist es der Nervenkitzel, der sie antreibt? Oder eine fehlerhafte Einschätzung der Situation? In jedem Fall ist es ein Spiel mit dem Feuer, das nicht nur für die Beteiligten, sondern auch für Unbeteiligte gefährlich ist. In einer Stadt wie Lienz, wo das Leben oft etwas ruhiger und beschaulicher verläuft, ist ein solcher Vorfall wirklich ein Aufreger.
Die Polizei wird sicherlich nicht nur diesen Vorfall im Auge behalten, sondern auch weitere Maßnahmen zur Verkehrssicherheit ergreifen. Es bleibt zu hoffen, dass alle Verkehrsteilnehmer, ob Autofahrer oder Radfahrer, sich ihrer Verantwortung im Straßenverkehr bewusst sind und solche gefährlichen Situationen in Zukunft vermeiden.