Eröffnung der Stadtkrume: Ein neuer Treffpunkt für die Gemeinschaft in Lienz
Am 8. Juli 2026 war es soweit: Das Familienunternehmen Joast eröffnete feierlich seine neue Filiale, die „Stadtkrume“, am Egger-Lienz-Platz. Nach fast 40 Jahren in der Schweizergasse war es ein bedeutender Schritt, der viele Gäste anlockte. Unter ihnen auch die Bürgermeisterin von Lienz, Elisabeth Blanik, und Vertreter der Stadtgemeinde. Bei der Eröffnung war die Atmosphäre herzlich – Pater Martin Bichler segnete das neue Café und die musikalische Begleitung von Josef Grossmann am Saxophon sorgte für die richtige Stimmung.
Die Anwesenheit von drei Generationen der Familie Joast unterstrich den Gemeinschaftsaspekt des Unternehmens. Firmenchef Ernst Joast nutzte die Gelegenheit, um Dank auszusprechen – an die Vermieterfamilie Zuegg, die Hausgemeinschaft, sein Team und natürlich seine Familie. Ein gesegneter Brotlaib wurde als Symbol für die Bedeutung des Bäckerhandwerks und die Gastfreundschaft präsentiert. Das neue Café soll ein Ort der Begegnung werden, wie Brigitte Joast betonte. Es ist geplant, dass hier Menschen zusammenkommen und genießen können.
Ein Ort der Begegnung
Der Name „Stadtkrume“ hat seinen Ursprung in der Krume, dem Herzstück eines Brotes. Diese Wahl ist nicht nur kreativ, sondern auch tiefgründig. Der neue Standort wurde barrierefrei gestaltet, was wichtige Aspekte der Zugänglichkeit berücksichtigt. Die Investitionssumme für den Um- und Ausbau betrug rund 450.000 Euro. Juniorchef Erik Joast hob die Verbindung von Modernität und Tradition im Design der „Stadtkrume“ hervor, wobei er auch die Bedeutung von Regionalität und regionaler Wertschöpfung betonte.
Die Öffnungszeiten sind großzügig: Wochentags von 6.00 bis 18.00 Uhr, samstags von 6.00 bis 12.00 Uhr und sonntags von 6.00 bis 11.30 Uhr. Mit bis zu drei Mitarbeiterinnen wird für die Bedienung gesorgt. Das Angebot umfasst frisch gebackene Brotspezialitäten, Kuchen, Plundergebäck, Torten, Snacks und eine Auswahl an Getränken. Besonders beliebt ist das Frühstück, das hier eine herausragende Rolle spielt.
Herausforderungen für das Bäckerhandwerk
Das Bäckerhandwerk steht, wie die aktuelle Veröffentlichung des „Bäckerei-Monitors Deutschland 2025“ zeigt, unter Druck, sieht aber auch Chancen für einen Wandel. Der Monitor, herausgegeben von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Hans-Böckler-Stiftung, macht deutlich, dass die Branche mit Herausforderungen wie Fachkräftemangel und hoher Arbeitsbelastung konfrontiert ist. Dennoch gibt es positive Nachrichten: Die Ausbildungszahlen im Bäckerhandwerk steigen.
Der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler betont die Bedeutung von regionalen Produkten und handwerklicher Qualität. Ein Viertel der Auszubildenden hat einen Migrationshintergrund, was die Vielfalt in der Branche erhöht. Die Notwendigkeit von Investitionen in faire Arbeitsbedingungen und Weiterbildung ist für die Attraktivität der Branche entscheidend. Mit 282.000 Menschen, die in der Branche arbeiten, ist das Bäckerhandwerk ein bedeutender Arbeitgeber. Dennoch sank die Zahl der Betriebe im letzten Jahrzehnt um 30%. Die Herausforderungen sind also klar, aber die Chancen für eine positive Entwicklung sind es ebenso.
Für alle, die sich intensiver mit dem Thema auseinandersetzen möchten, ist die vollständige Publikation des Bäckerei-Monitors als kostenfreies PDF verfügbar. Wer mehr Informationen dazu sucht, findet sie unter diesem Link.
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