Heute ist der 24.04.2026 und in Heinfels sorgt ein Anliegen der Mitarbeiter von Loacker für Gesprächsstoff. Der Betriebsrat und das Unternehmen Loacker setzen sich für zusätzliche Busverbindungen zwischen Lienz und Heinfels ein. Diese Verbindungen sollen vor 6.00 Uhr morgens und nach 22.00 Uhr abends stattfinden, um den Bedürfnissen der Mitarbeiter im Schichtdienst gerecht zu werden. Am 23. April fand ein Pressetermin statt, bei dem Betriebsratsvorsitzende Sabine Walder, Geschäftsführer Gerhard Figl und Mitarbeiter Lukas Prautzsch über die drängende Thematik informierten.

Obwohl eine Bushaltestelle direkt am Loacker-Werk errichtet wurde, sind die geforderten zusätzlichen Busverbindungen bisher nicht umgesetzt worden. Dies hat dazu geführt, dass viele Mitarbeiter, darunter auch Lukas Prautzsch, der seit 14 Jahren mit dem Auto pendelt, auf das Auto angewiesen sind. Die Haltestelle wird sogar als „Geisterbushaltestelle“ bezeichnet, da sie kaum genutzt wird. Gerhard Figl ist jedoch optimistisch und glaubt, dass ein Bus in der Früh und einer in der Nacht voll besetzt sein könnten.

Finanzielle Hürden und Unterstützung

Im Herbst 2024 gab es bereits Gespräche mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und dem Verkehrsverbund Tirol (VVT). Ein Vordruck des Fahrplans für die neuen Verbindungen wurde bereits geliefert, doch die Umsetzung steht noch aus. Verkehrslandesrat René Zumtobel informierte im September, dass Mittel vom Land für das Projekt bereitstehen. Allerdings zeigt sich, dass die Gemeinden zwischen Lienz und Heinfels nicht bereit sind, einen finanziellen Beitrag von rund 100.000 Euro pro Jahr zu leisten.

Gerhard Figl hat die Bereitschaft von Loacker signalisiert, einen finanziellen Beitrag für eine Pilotphase von zwei bis drei Jahren zu leisten. Dies könnte eine wichtige Grundlage für die Realisierung der Busverbindungen sein. Der Druck auf die Entscheidungsträger wächst, da die fehlenden Busverbindungen ein erhebliches Problem für die rund 400 Mitarbeiter von Loacker darstellen, die täglich pendeln.

Die Bedeutung der Busverbindungen für die Region

Die Situation um die Busverbindungen ist nicht nur für die Mitarbeiter von Loacker von Bedeutung, sondern hat auch weitreichende Auswirkungen auf die Region insgesamt. Eine bessere Anbindung könnte die Attraktivität des Arbeitsortes Heinfels erhöhen und somit zur Ansiedlung weiterer Betriebe beitragen. Zudem würde die Entlastung des Straßenverkehrs durch mehr öffentliche Verkehrsmittel auch positive Effekte auf die Umwelt mit sich bringen.

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Die laufenden Diskussionen und der Wille von Loacker, sich finanziell zu engagieren, zeigen, dass es einen klaren Handlungsbedarf gibt. Die nächsten Schritte müssen nun zügig angegangen werden, um die geforderten Verbindungen Realität werden zu lassen und die Mobilität der Mitarbeiter zu verbessern. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in dem Artikel auf Osttirol Heute.