Heute ist der 1. Juni 2026 und in Schwaz gibt es aufregende Neuigkeiten aus der Media-HAK. Acht Schülerinnen der vierten Klasse haben kürzlich Interviews mit Christina Geisler vom ORF Tirol geführt. Das Thema? Der Einfluss von Influencern auf unseren Alltag – ein Thema, das nicht nur die Jugendlichen selbst, sondern auch ihre Familien und Freunde beschäftigt. Die Fragen drehten sich um zahlreiche Bereiche, wie Gesundheit, Kaufverhalten und sogar politische Beeinflussung. Es ist erstaunlich, wie sehr die digitale Welt unsere alltäglichen Entscheidungen prägt.
Die Schülerinnen haben dabei nicht nur ihre Meinungen geäußert, sondern auch interessante Einblicke gegeben, die in der Sendung „Tirol heute“ ausgestrahlt werden. Am 1. Juni 2026 können sich die Zuschauer selbst ein Bild davon machen, was die jungen Menschen zu sagen haben. Aber das ist noch nicht alles! Ihre Antworten bilden die Grundlage für eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Am Puls: Lifestyle, Likes und Leitfiguren“, die am 2. Juni um 19:00 Uhr im ORF Tirol Studio 3 stattfinden wird.
Medienarbeit als Teil der Ausbildung
Der Direktor der Media-HAK Schwaz, Mag. Friedrich Hellmayr, hat sich bereits bei ORF Tirol und Christina Geisler für die Möglichkeit der Medienarbeit bedankt. Es ist wichtig, dass die Schülerinnen lernen, kritisch mit Medien umzugehen und ein Bewusstsein für deren Einfluss zu entwickeln. Die Media-HAK Schwaz gilt als eine der innovativsten berufsbildenden Schulen in Österreich. Rund 420 Schülerinnen werden hier von 50 Lehrkräften in verschiedenen Bereichen – darunter Handelsakademie, Handelsschule und Fachschule für Sozialberufe – ausgebildet. Die Schule legt großen Wert auf eine praxisnahe und digital ausgerichtete Ausbildung, die auch die Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben und sozialen Einrichtungen umfasst.
Natürlich ist das Thema Influencer nicht nur ein Schulprojekt – es ist ein gesellschaftliches Phänomen. Werbung in sozialen Netzwerken ist heutzutage unvermeidlich und kommt in verschiedenen Formen, wie etwa in Stories oder Videos von Influencern. Oft nehmen Kinder und Jugendliche diese Werbung als Teil ihres Alltags wahr, ohne sie als solche zu erkennen. Das ist eine Herausforderung, denn viele sehen Influencer als Vertrauenspersonen und glauben, dass diese nur Produkte empfehlen, die sie wirklich mögen. Eine spannende Studie der KJM hat herausgefunden, dass es 43 verschiedene Werbeformen in sozialen Medien gibt, was die Komplexität und das Risiko für junge Nutzerinnen erhöht.
Die Auswirkungen auf Jugendliche
Die Erhebung, die im Rahmen des Forschungsprojekts FAIR durchgeführt wurde, zeigt, dass etwa die Hälfte der befragten Jugendlichen Produkte gekauft hat, die von Influencern beworben wurden. Das Durchschnittsalter dieser Jugendlichen liegt zwischen 13 und 14 Jahren, und in diesem Alter sind sie besonders anfällig für die Botschaften, die sie über ihre Lieblingsinfluencer erhalten. Ein Viertel der Jugendlichen hat sogar negative Reaktionen auf Influencer-Marketing erlebt. Das zeigt, wie wichtig es ist, über Medienkompetenz zu sprechen und Jugendliche zu schulen, damit sie kritisch mit solchen Inhalten umgehen können.
Die Herausforderung besteht darin, dass viele Jugendliche sich stark mit Influencern identifizieren und dadurch impulsiv Produkte kaufen. Das kann sogar zu Kaufbereuen führen. Die Wissenschaftler empfehlen, dass Schulen und Eltern den Jugendlichen helfen sollten, diese Mechanismen zu verstehen, damit sie resilienter werden gegenüber den Einflüssen der sozialen Medien. Die aktuelle Regulierungen schützen Kinder und Jugendliche nicht ausreichend vor unkennzeichneter Werbung, was ein ernsthaftes Problem darstellt – vor allem wenn es um den Kinderschutz geht.
Die Media-HAK Schwaz hat mit ihrem Projekt gezeigt, wie wichtig Medienarbeit in der heutigen Zeit ist. Die Schülerinnen sind nicht nur Teil einer Diskussion, sondern sie lernen auch, wie sie sich in einer von Influencern dominierten Welt zurechtfinden können. Es bleibt spannend, wie die Ergebnisse der Interviews die öffentliche Diskussion über den Einfluss von Influencern auf unseren Alltag beeinflussen werden.
