Am 17. April um 20:00 Uhr wurde ein Großbrand am Bahnübergang beim Fußballplatz in Ried im Zillertal ausgelöst, der eine umfangreiche Einsatzübung des Feuerwehrabschnitts Fügen zur Folge hatte. In einem realistisch gestalteten Übungsszenario mussten die Einsatzkräfte einen brennenden Personenzug, verunfallte Fahrzeuge und in Brand geratene Gasflaschen bewältigen. Dieses Szenario stellte nicht nur die Feuerwehr, sondern auch den Rettungsdienst vor große Herausforderungen.
Ein vollbeladener Rundholz-LKW kollidierte aufgrund von Rauchentwicklung mit einem herannahenden Zug, der mit 70 Personen besetzt war. In der Folge brach im Zug ein Feuer aus, während der LKW seine Ladung verlor und ein PKW unter den Rundhölzern begraben wurde. Zwei Schwerverletzte waren das Resultat dieses dramatischen Vorfalls. Zudem überschlug sich ein weiteres Fahrzeug und landete auf dem Dach. Die Gasflaschen auf einer angrenzenden Baustelle gerieten ebenfalls in Brand und mussten gekühlt werden.
Einsatzkoordination und Evakuierung
Der Einsatzleiter, BM Christian Ortner von der Feuerwehr Ried im Zillertal, koordinierte die Maßnahmen, während die Feuerwehr Uderns die Lageführung übernahm. Diese stellte sicher, dass die Funkgespräche, Dokumentationen und die Einteilung der Einsatzkräfte reibungslos abliefen. Die 70 Statisten, die Teil des Übungsszenarios waren, wurden unter schwerem Atemschutz evakuiert. Verletzte wurden in Zusammenarbeit mit 17 Einsatzkräften des Roten Kreuzes Schwaz, einschließlich 7 Rettungswagen und 1 Notarzt, versorgt und abtransportiert.
Neun Feuerwehren waren an diesem großangelegten Einsatz beteiligt, darunter die Feuerwehr Ried im Zillertal mit ihrem Löschfahrzeug, die Feuerwehr Kaltenbach mit ihrem Rüstfahrzeug und Tanklöschfahrzeug sowie viele weitere örtliche Feuerwehren. Die Polizei sicherte während des Einsatzes die Unfallstelle ab, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Ein besonderes Highlight stellte die realistische Übungskulisse dar, die durch die Pyrotechniker der Feuerwehr Arzl und die Firma dreamfire.at erstellt wurde.
Beeindruckende Rückmeldungen von Beobachtern
Hochrangige Beobachter, darunter OBR Stefan Geisler, OBR Hansjörg Eberharter, BR Herbert Eibl und ABI Reinhard Haun, zeigten sich beeindruckt vom Ausbildungsstand der Feuerwehrleute und der Kommunikation zwischen den verschiedenen Feuerwehren und dem Rettungsdienst. Diese Übung war nicht nur ein Test der Einsatzkräfte, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit, um die Zusammenarbeit und Koordination unter realistischen Bedingungen zu verbessern.
Insgesamt zeigt die Durchführung solcher großangelegten Übungen die hohe Professionalität und Einsatzbereitschaft der Feuerwehrkräfte in der Region Schwaz. Die Teilnehmer haben nicht nur ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt, sondern auch wichtige Erkenntnisse für zukünftige Einsätze gewonnen. Solche Übungen sind unerlässlich, um im Ernstfall schnell und effektiv handeln zu können.
Für weitere Informationen zur Übung und deren Ablauf besuchen Sie bitte die Quelle.