Am 1. Mai 2025 fand in Krumpendorf das traditionelle „Fest der Vereine“ statt, das bei strahlendem Frühjahrswetter gefeiert wurde. Viele Bürger*innen versammelten sich, um die Gemeinschaft und die engagierten Vereine zu unterstützen. Vizebürgermeister Manfred Bacher hielt eine kurze, aber eindrucksvolle Rede, in der er an die Arbeitsbedingungen früherer Generationen erinnerte, als die Menschen 16 Stunden am Tag und sechs Tage die Woche arbeiteten. Bacher betonte, dass die Großeltern und Urgroßeltern für die Arbeitszeitverkürzung und den Feiertag am 1. Mai gekämpft haben.
Der 1. Mai hat eine lange Tradition und wird seit 1890 in Österreich gefeiert, wobei der Tag 1919 offiziell als Staatsfeiertag eingeführt wurde. Bacher bezeichnete den 1. Mai als einen Tag der Arbeit, der Gerechtigkeit und der Solidarität. Dabei lobte er das Engagement der Vereine und Freiwilligen in der Gemeinde und bedankte sich herzlich bei den Vereinsmitgliedern für ihren Einsatz für die Dorfgemeinschaft und das Fest.
Geschichte des 1. Mai
Der Erste Mai wird auch als Tag der Arbeit oder Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse bezeichnet. Seit 1886 gibt es in vielen Ländern, darunter Österreich, Belgien und Deutschland, offizielle Feierlichkeiten. Diese haben tiefe Wurzeln in der Arbeiterbewegung, die maßgeblich auf die Durchsetzung des Achtstundentags abzielte. Historisch gesehen ereigneten sich während der Haymarket-Affäre in Chicago gewalttätige Auseinandersetzungen, die zur Einberufung des Feiertags führten. Im Jahr 1889 wurde der 1. Mai schließlich auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationale als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ ausgerufen.
In Österreich fanden die ersten Maikundgebungen bereits 1890 statt, bei denen über 100.000 Menschen im Wiener Prater zusammenkamen. Der Brauch wurde 1919 als gesetzlicher Feiertag festgeschrieben, wobei er während des Nationalsozialismus als „Tag der nationalen Arbeit“ missbraucht wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der 1. Mai 1946 erneut als Feiertag eingeführt.
Maifeiern in der Gegenwart
In der heutigen Zeit steht der 1. Mai für eine Feier der Solidarität und des sozialen Fortschritts und wird in vielen Ländern weltweit gefeiert. In Städten wie Wien hat der Maiaufmarsch der Sozialisten eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1921 zurückreicht. Nach der letzten Zählung gab die SPÖ 2018 eine Teilnehmerzahl von 120.000 beim Maiaufmarsch an, jedoch lagen die späteren Zählungen deutlich niedriger.
Insgesamt zeigt das „Fest der Vereine“ in Krumpendorf, wie wichtig es ist, die Geschichte und die Errungenschaften der Arbeiterbewegung zu ehrt, während und die Gemeinschaft zusammenwächst. Das Engagement der Menschen, die sich für die Dorfgemeinschaft und soziale Gerechtigkeit einsetzen, bleibt ein Herzstück dieser Tradition, die in Österreich eine lange und bedeutende Geschichte hat.
Weitere Informationen über die Feierlichkeiten zum 1. Mai finden Sie bei Klick Kärnten und zur allgemeinen Geschichte des Tages beim Wikipedia.