In Sieghartskirchen hat am vergangenen Wochenende ein ganz besonderes Event stattgefunden: Der zweifache Projektmarathon der Landjugend. Über 42,195 Stunden haben die Teilnehmer, vor allem die Landjugend Fragnerland aus Ollern und die Landjugend Tullnerfeld aus Wagendorf, mit vollem Einsatz ein gemeinnütziges Projekt umgesetzt. Bürgermeister Gerald Höchtel und Nationalratsabgeordneter Johann Höfinger ließen es sich nicht nehmen, die engagierten Jugendlichen vor Ort zu unterstützen. Auch geschäftsführender Gemeinderat Martin Mühlbacher und viele weitere lokale Persönlichkeiten waren anwesend und schauten stolz auf das, was die jungen Leute in dieser kurzen Zeit auf die Beine gestellt haben.

Die Idee hinter dem Projektmarathon ist einfach und genial zugleich: In einem straffen Zeitrahmen von 42,195 Stunden müssen die Gruppen nicht nur kreativ sein, sondern auch Teamarbeit und Eigenverantwortung unter Beweis stellen. Ein Geheimnis bleibt die konkrete Aufgabe bis zum letzten Moment – die Bekanntgabe erfolgt erst am Freitag Nachmittag. So bleibt der Spannungsbogen bis zum Schluss erhalten. Es ist beeindruckend, wie viel Engagement und Kreativität in so kurzer Zeit mobilisiert werden kann.

Ein Blick auf die Teilnahmebedingungen

Um an diesem spannenden Wettbewerb teilzunehmen, müssen sich die Gruppen im Vorfeld anmelden. Eine Ansprechperson, sei es von der Gemeinde oder der Pfarre, wird benötigt, um die Projekte gemeinsam mit der Landjugend Niederösterreich zu entwickeln. Die Anforderungen sind klar: Bewertungskriterien wie die Umsetzung der Aufgabe, Projektmanagement und kreative Präsentation vor einer Jury sorgen dafür, dass die Gruppen ihr Bestes geben. Und das wird belohnt! Gold, Silber oder Bronze warten auf die Sieger, zusammen mit einem Geldpreis, der beim „Tag der Landjugend“ in Wieselburg verliehen wird.

In diesem Jahr fand der Projektmarathon an zwei Wochenenden statt, vom 4. bis 6. September und vom 11. bis 13. September 2026. Die Teilnehmer stärken nicht nur ihr eigenes Image in der Gemeinde, sondern entwickeln auch neue Fähigkeiten, die ihnen in der Zukunft zugutekommen werden.

Die Kraft der Gemeinschaft

Was in Sieghartskirchen zu sehen war, ist Teil einer viel größeren Bewegung. Rund 700 Landjugendgruppen in Deutschland haben kürzlich das 70. Jubiläum des größten Jugendverbands im ländlichen Raum gefeiert. Diese Aktionen, von der Renovierung des Dorfplatzes bis hin zu Blutspenden, zeigen eindrucksvoll, wie viel ehrenamtliche Arbeit in ländlichen Regionen geleistet wird. Der geschätzte Wert dieser Arbeit liegt bei über 10 Millionen Euro! Das ist nicht nur eine Zahl, sondern ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in den Gemeinden.

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Die Landjugend ist mehr als nur ein Verein. Sie ist ein Netzwerk, das junge Menschen zusammenbringt, um die ländlichen Räume aktiv zu gestalten und die Lebensbedingungen für sich selbst und ihre Mitmenschen zu verbessern. So wird nicht nur die Gemeinschaft gestärkt, sondern auch die Zukunft junger Menschen im ländlichen Raum gesichert.