In Tulln, genauer gesagt vor dem Kindergarten Hintersdorf, gibt es derzeit ein großes Anliegen, das den Gemeinderat und vor allem Ortsvorsteher Wolfgang Grande beschäftigt. Die Sicherheit der Kinder steht an oberster Stelle, und daher wird nun eine mobile Tempoanzeige installiert, die Autofahrer dazu anregen soll, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren. Viele Eltern äußern sich besorgt über die rasenden Fahrzeuge, die aus Richtung St. Andrä-Wördern kommen. Besonders die stark abschüssige Straße sorgt dafür, dass die Geschwindigkeit oft weit über den erlaubten 50 km/h liegt. Das kann nicht nur gefährlich werden, sondern ist auch für die kleinen Kindergartenkinder, die oft unachtsam die Straße überqueren, ein echtes Risiko.

Wolfgang Grande, der nicht nur Ortsvorsteher, sondern auch stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Gesundheits- und Ortsentwicklung ist, plant, die Wirkung dieser Tempoanzeige genau zu beobachten. Er will herausfinden, ob sie tatsächlich dazu beiträgt, die Autofahrer zum Abbremsen zu bewegen und somit die Sicherheit der Kinder zu erhöhen. Ein wichtiger Schritt, denn die Sorgen der Eltern sind mehr als berechtigt.

Die traurigen Zahlen

Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass Verkehrssicherheit für Kinder ein drängendes Thema ist. Im Jahr 2025 verunglückten in Deutschland insgesamt 29.273 Kinder im Straßenverkehr, und 74 von ihnen starben – das sind Zahlen, die einem den Atem rauben. Unter den Verunglückten waren 31 Kinder, die als Mitfahrende in Pkw unterwegs waren, 22 als Fußgänger und 13 auf dem Rad. Solche Statistiken machen deutlich, wie wichtig es ist, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um Kinder vor den Gefahren des Straßenverkehrs zu schützen.

Um dem entgegenzuwirken, unterstützt das Bundesministerium für Verkehr verschiedene Programme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Kindern. Dazu gehört eine neue Kampagne mit der beliebten Figur Pumuckl, die in zehn Videos Eltern und Kindern spielerisch Verkehrserziehung näherbringt. Außerdem gibt es das Programm „Kind und Verkehr“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, das kostenfreie Veranstaltungen in Kindertageseinrichtungen anbietet. Hier lernen Eltern, wie sie ihre Kinder sicher im Straßenverkehr begleiten können.

Aktuelle Initiativen und Programme

Ein interaktives Wimmelbild zur Verkehrsteilnahme von Kindern ist ebenfalls ein Teil dieser Initiative – und es ist kostenlos! Das Programm „Kinder im Straßenverkehr“ (KiS) bietet praxisnahe Empfehlungen und Anleitungen für Spiele, die das Bewusstsein für Verkehrssicherheit schärfen. Ein Höhepunkt des KiS-Programms ist der Verkehrssicherheitstag, an dem auch die Eltern aktiv teilnehmen können. Das ist eine wunderbare Möglichkeit, gemeinsame Lernprozesse zu fördern.

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Wie wichtig es ist, Kinder frühzeitig über Verkehrsregeln aufzuklären, zeigt auch die „Käpt’n Blaubär-Verkehrsfibel“, die jährlich an Grundschulen und Kindergärten verteilt wird. Auch in Tulln ist es wichtig, solche Initiativen zu unterstützen, um die kleinen Verkehrsteilnehmer auf das Leben im Straßenverkehr vorzubereiten. Schließlich müssen Kinder bis 12 Jahre und kleiner als 150 cm in geeigneten Kindersitzen gesichert werden. In Deutschland sind zwar 93% der Kinder innerorts altersgerecht gesichert, doch nur 52% sitzen korrekt im Kinderrückhaltesystem.

Die Herausforderung, Kinder sicher durch den Straßenverkehr zu navigieren, ist groß und erfordert das Engagement aller Beteiligten – von den Eltern bis zu den Gemeinden. Wolfgang Grande und seine Initiativen sind dabei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die mobile Tempoanzeige vor dem Kindergarten Hintersdorf ist ein Anfang, und es bleibt zu hoffen, dass sie die erhoffte Wirkung zeigt. Die Sicherheit der Kinder steht schließlich an erster Stelle und sollte uns alle bewegen, aktiv zu werden.