Urfahr-Umgebung investiert in die Zukunft der Kinderbetreuung
In Urfahr-Umgebung wird zurzeit kräftig in die Zukunft unserer Kleinsten investiert. Die Förderung von Kinderbildung und -betreuung hat hier höchste Priorität. So werden im Arbeitsjahr 2025/2026 insgesamt 3.778 Kinder in 243 Gruppen und 77 Einrichtungen betreut. Eine beeindruckende Zahl, die zeigt, wie wichtig das Thema für die Region ist. Besonders erfreulich ist, dass 806 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich um das Wohlergehen und die Entwicklung der Kinder kümmern. Im Vergleich zu 2016, als 3.701 Kinder von 582 Beschäftigten betreut wurden, hat sich hier viel getan.
Der ÖVP-Bezirksparteiobmann, NR Bgm. Michael Hammer, hebt die Bedeutung eines verlässlichen Betreuungsangebots hervor. Laut seinen Aussagen werden 3.198 Kinder in ganztägigen oder VIF-konformen Einrichtungen betreut. Das sind stolze 98,6 Prozent der Kinder im Bezirk, die ein zumindest ganztägiges Angebot erhalten. Auch Landtagsabgeordneter Bgm. Josef Rathgeb betont die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und dem Land Oberösterreich. Aktuell laufen 22 Bauprojekte im Bereich Kinderbildung und -betreuung mit Gesamtkosten von rund 29,6 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 10,6 Millionen Euro auf 11 Projekte für Krabbelstuben und rund 19 Millionen Euro auf 11 Projekte für Kindergärten. Das Bildungsressort des Landes Oberösterreich beteiligt sich dabei mit etwa 11,4 Millionen Euro, während weitere Fördermittel aus dem Gemeinderessort kommen.
Herausforderungen und Erfolge
Doch trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es auch Herausforderungen. Der Kinderbetreuungsatlas der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich zeigt, dass Urfahr-Umgebung in vielen Bereichen gut abschneidet, allerdings beim Angebot für Unter-Dreijährige noch Aufholbedarf hat. Die Betreuungsquote für diese Altersgruppe liegt bei nur 28,2 Prozent, was deutlich unter den Barcelona-Zielen von einem Drittel liegt. Bei den Drei- bis Sechsjährigen sieht die Lage etwas besser aus: Hier beträgt die Betreuungsquote 95,4 Prozent, bleibt aber ebenfalls hinter den angestrebten Zielen zurück.
Die Erhebung zum Kinderbetreuungsatlas wurde zwischen Juli und November 2024 durchgeführt und umfasst Daten aus 338 Gemeinden. Leider haben sieben Bezirksgemeinden keine Daten übermittelt, und 100 Gemeinden verweigerten die Amtshilfe. Immerhin haben 14 von 27 Gemeinden im Bezirk Urfahr-Umgebung die höchste Kategorie 1A für ihre Einrichtungen erreicht. Besonders hervorzuheben ist Engerwitzdorf, die einzige Gemeinde in der Kategorie 1A für Unter-Dreijährige. Auf der anderen Seite gibt es Gemeinden wie Schenkenfelden, die kein Betreuungsangebot für Unter-Dreijährige haben und in Kategorie D eingestuft sind.
Die Zukunft im Blick
Die laufenden Projekte in Kirchschlag bei Linz, Vorderweißenbach, Bad Leonfelden und Oberneukirchen sind ein Zeichen dafür, dass die Verantwortlichen die Herausforderungen ernst nehmen und aktiv daran arbeiten, die Situation zu verbessern. Außerdem befinden sich 14 weitere Projekte im Bereich Kindergärten und Krabbelstuben in der Entwicklung und Planung. Es wird also viel bewegt, und das ist für die Familien im Bezirk eine äußerst positive Nachricht.
Die Ergebnisse des Kinderbetreuungsatlas sind online verfügbar und können auch in gedruckter Form angefordert werden. So bleibt das Thema Kinderbetreuung nicht nur in der Öffentlichkeit präsent, sondern es bietet auch die Möglichkeit, die Entwicklungen im Bezirk Urfahr-Umgebung weiterhin kritisch zu begleiten. In einer Zeit, in der die Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer wichtiger wird, ist es entscheidend, dass die Kommunen und das Land Oberösterreich gemeinsam an einem Strang ziehen, um die besten Voraussetzungen für unsere Kinder zu schaffen. Die aktuellen Investitionen und Projekte sind dabei ein erster, aber wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Für weitere Informationen und Details zur aktuellen Situation der Kinderbetreuung im Bezirk Urfahr-Umgebung können Sie die vollständige Berichterstattung hier nachlesen.
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