Heute ist der 15.10.2026 und wir werfen einen Blick auf das Klima in Villach, einer Stadt, die sich inmitten der atemberaubenden Natur Österreichs befindet. Hier auf 501 Metern Seehöhe sind die Veränderungen der Temperaturen und Niederschläge seit 1961 deutlich spürbar. Die Daten stammen aus den SPARTACUS-Analysedaten der GeoSphere Austria und zeigen, wie stark der Klimawandel auch unsere Region beeinflusst.

Die Jahresmitteltemperatur ist von 9,0 °C in der Normalperiode 1961–1990 auf 10,4 °C in der Normalperiode 1991–2020 gestiegen. Das sind 1,4 °C mehr! Die heißesten Tage erleben wir immer häufiger, und das Jahr 2024 war mit 12,1 °C das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Wenn wir uns die Sommertage ansehen, sieht die Bilanz ähnlich aus. Im Durchschnitt hatten wir zwischen 1961 und 1990 etwa 50,1 Tage mit Temperaturen von 25 °C oder mehr. Von 1991 bis 2020 sind das schon 72,4 Tage! Und der Rekord liegt bei unglaublichen 101 Sommertagen im Jahr 2003. Wer hätte gedacht, dass die Hitze so stark zunehmen würde?

Temperatur- und Niederschlagsrekorde

Die höchsten Temperaturen wurden am 03.08.2013 mit 38,8 °C gemessen. Im Kontrast dazu steht die tiefste Temperatur von -27,5 °C am 22.01.1963. Das ist eine riesige Spannweite! Interessant ist auch, dass die Niederschlagsmenge von 1.132,8 mm im Durchschnitt von 1961 bis 1990 auf 1.150,8 mm zwischen 1991 und 2020 angestiegen ist. Das sind zwar nur 18,0 mm, aber dieser Anstieg zeigt, dass sich die Wetterbedingungen verändern. Besonders im Winter gibt es jedoch einen Rückgang von 9,5 mm, während im Sommer eine Zunahme von 15,3 mm zu verzeichnen ist.

Die größte Tagesregenmenge wurde am 28.06.2022 mit 119,5 mm aufgezeichnet. Solche extremen Wetterereignisse sind nicht mehr die Ausnahme. Auch die Anzahl der Frosttage ist von 127,8 Tagen (1961–1990) auf 103,2 Tage (1991–2020) gesunken. Das sind fast 25 Tage weniger, und die Eistage haben sich von 30,5 auf 17,9 Tage verringert. Man fragt sich, was noch alles auf uns zukommt.

Blick in die Zukunft

Die zukünftigen Klimaszenarien für die Jahre 2071 bis 2100 sind alarmierend. Mit Klimaschutzmaßnahmen (RCP4.5) rechnen wir mit einem Anstieg der Temperaturen um 2,3 °C und 32 zusätzlichen Sommertagen. Wenn wir jedoch so weitermachen wie bisher (RCP8.5), könnten es sogar 4,2 °C mehr werden, mit 60 zusätzlichen Sommertagen. Das klingt nach einem heißen Sommer, oder? Dazu kommen 46 zusätzliche Hitzetage und ein Rückgang der Frosttage um 55 – die Kälte wird also seltener werden.

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Die Veränderungen im Klima, die wir hier in Villach beobachten, sind mehr als nur Zahlen. Sie beeinflussen unser tägliches Leben, unsere Natur und die gewohnte Landschaft, die wir so lieben. Es ist an der Zeit, Maßnahmen zu ergreifen, um unseren Planeten zu schützen. Denn die Zukunft, die uns erwartet, ist stark vom Handeln der heutigen Generationen abhängig.