Am 2. Oktober 2026 wird die Stadt Villach wieder zum Schauplatz für all jene, die das Besondere im Obstgarten lieben. Von 10 bis 15 Uhr findet am Rathausplatz das Streuobstfest statt – ein Fest, das nicht nur den Gaumen erfreut, sondern auch das Herz für die Natur öffnet. Hier dreht sich alles um alte Apfel- und Birnensorten, die in der heutigen Zeit viel zu oft in Vergessenheit geraten. Und das Beste? Experten stehen bereit, um vor Ort kostenlose Obstbestimmungen anzubieten. Wer also einen Baum im Garten hat, kann gleich mal fünf bis zehn Früchte mitbringen und sich beraten lassen.

Aber das ist noch lange nicht alles! Infostände von heimischen Obstbaumbetrieben und Baumschulen warten darauf, entdeckt zu werden. Und für die Süßmäuler unter uns gibt’s eine Verkostung von saisonalen Köstlichkeiten. Musikalisch umrahmt wird das Fest von Martin Sadounik am Akkordeon und David Wedenig am Saxophon – eine perfekte Melodie für einen herbstlichen Tag. Wer sich für die Biodiversität und Klimaanpassung in Obstgärten interessiert, sollte sich den Vortrag von Stefan Wiltschnig nicht entgehen lassen. Dieser findet bereits am 1. Oktober 2026 um 18 Uhr im lebensRAUM in der Postgasse 6 statt. Der Eintritt ist frei, aber eine Online-Anmeldung unter villach.at/streuobst ist erforderlich.

Streuobstwiesen – Hotspot der Biodiversität

Streuobstwiesen sind nicht nur schön anzusehen, sie sind auch wichtige Landschafts- und Naturschutzelemente. Diese alten Obstgärten sind wahre Hotspots der Biodiversität! In Österreich gibt es über 3.000 Obstsorten, wobei allein im Burgenland 400 verschiedene Sorten zu finden sind. Immer mehr dieser wertvollen Flächen gehen leider verloren – jährlich verschwinden etwa 6.000 Bäume, vor allem im Landessüden des Burgenlandes. Das ist tragisch, denn Streuobstwiesen beherbergen über 5.000 Tier- und Pflanzenarten, die für unser Ökosystem von großer Bedeutung sind.

Um dem entgegenzuwirken, wurde am 6. September 2023 ein neues Projekt des Vereins Wieseninitiative in Sigleß vorgestellt. Dieses Projekt wird mit 300.000 Euro vom Land gefördert und hat das Ziel, die Streuobstwiesen in zehn Gemeinden zu erhalten – fünf pro Jahr. Das klingt nach einer Menge Arbeit, aber es ist nötig! Die Initiative bietet nicht nur kostenlose Beratungen für Gartenbesitzer*innen an, sondern auch Kurse zum Baumschnitt und zur Veredelung. Im letzten Jahr wurden 1.100 Obstbäume verteilt, und die Nachfrage scheint nur zu wachsen.

Ein Fest für die Sinne

Das Streuobstfest in Villach wird also ein Erlebnis für alle Sinne. Während man die frischen, süßen Früchte probiert, kann man auch etwas über die vielen nicht erhobenen Obstsorten erfahren, die es noch gibt. Und wer weiß, vielleicht entdeckt man ja seine persönliche Lieblingssorte! Die Aktion „Gemeindesaft“ zur Verwertung ungenutzten Obstes wird ebenfalls vorgestellt. So wird das Fest nicht nur zu einem Fest der Geschmäcker, sondern auch zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs über die wichtige Rolle der Streuobstwiesen.

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Ein weiteres Highlight steht im Oktober bevor: Vom 17. bis 22. Oktober findet das Apfelkulinarium auf Burg Forchtenstein statt. Hier gibt es eine Sortenausstellung und ein abwechslungsreiches Programm. Also, wer sich für die Vielfalt der Obstsorten interessiert und mehr über deren Wert erfahren möchte, sollte sich diese Veranstaltungen auf keinen Fall entgehen lassen. Die alten Obstgärten sind nicht nur ein Teil unserer Kultur, sie sind auch ein Schatz, den es zu bewahren gilt.