In Villach tut sich was – und das gleich im doppelten Sinne! Bürgermeister Günther Albel lädt alle Interessierten herzlich zum Stadtteilspaziergang am 30. September in St. Martin ein. Los geht’s um 18 Uhr, und man sollte sich auf eine etwa zweistündige Erkundungstour einstellen. Das Ziel? Die Stimmen der Villacher:innen hören und gemeinsam Lösungen finden. So einfach, so gut! Die Anmeldung erfolgt über die Website villach.at/sichergehen.

Diese Stadtteilspaziergänge sind nicht nur ein nettes Gimmick, sondern eine echte Möglichkeit, Anliegen der Bürger:innen aufzugreifen. Bisher wurden bereits zwei Spaziergänge in der Innenstadt und in Perau durchgeführt, bei denen einige Probleme angesprochen und auch gelöst wurden. Ein paar Beispiele gefällig? An dunklen Ecken entlang der Fußwege, wie an der Draupromenade, wurden zusätzliche Lichtmasten installiert. Auch die Beleuchtung im Parkhotelpark und entlang des Draustegs in Perau hat sich merklich verbessert. Man kann sagen, die Stadt wird heller und freundlicher! Und das ist ja schließlich etwas, das jeder zu schätzen weiß.

Wir gehen sicher durch Villach

Aber das war noch nicht alles! Am 13. November 2025 startet ein weiterer Spaziergang unter dem Motto „Wir gehen sicher“. Dieser besondere Nightwalk wird von 18 bis 20 Uhr stattfinden und in Kooperation mit der Polizei organisiert. Treffpunkt ist der lebensRAUM in der Postgasse. Von dort aus geht’s auf eine etwa 75-minütige Runde von der Postgasse über die Drau bis zum Bahnhof und wieder zurück. Hier haben Bürger:innen die Gelegenheit, Orte zu identifizieren, an denen man sich in der Dunkelheit unwohl fühlt. Ein offener Dialog, in dem man Problemstellen ansprechen und Vorschläge einbringen kann, steht im Vordergrund. Und das ist echt wichtig, denn wie Bürgermeister Albel betont, ist das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen von großer Bedeutung.

Stadtpolizeikommandant Erich Londer hebt den Wert des direkten Austauschs mit den Bürger:innen hervor. Er ist überzeugt, dass solche Spaziergänge dazu beitragen, das Sicherheitsgefühl in der Stadt zu stärken. Feste Schuhe und warme Kleidung werden übrigens empfohlen – man weiß ja nie, wie kalt es wird, wenn man abends unterwegs ist!

Demokratie und Stadtentwicklung

Diese Stadtteilspaziergänge sind nicht nur eine Möglichkeit, Anliegen zu hören, sondern sie stehen auch im Kontext einer lebendigen lokalen Demokratie. Stadtentwicklung ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Es braucht eine funktionierende Lokalpolitik und die aktive Mitwirkung der Bürger:innen. Doch gerade in der heutigen Zeit stehen wir vor Herausforderungen: Vertrauen in Institutionen bröckelt, die Parteienlandschaft ist gespalten, und antidemokratische Tendenzen sind nicht zu übersehen. Umso wichtiger ist es, dass Fragen zur Stadtentwicklung im Dialog vor Ort ausgehandelt werden. Nur so können tragfähige Lösungen gefunden und akzeptiert werden.

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Die vhw-Forschung bietet dazu wertvolle Ansätze, um kommunale Demokratie und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung zu fördern. Aktuelle Projekte befassen sich mit Themen wie der sozialen und ökologischen Wende in der Wohnraumversorgung oder der Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Zivilgesellschaft. Es zeigt sich also: Die Stimme der Bürger:innen zählt – und das nicht nur bei Spaziergängen, sondern auch in der Gestaltung ihrer Umgebung.