In Völkermarkt haben rund 80 Mittelschüler aus den 4. Klassen während der berufspraktischen Tage ordentlich Berufsluft geschnuppert. Die Veranstaltung fand in der heimischen Gemeinde statt und bot den Jugendlichen die Möglichkeit, in etwa 75 Betrieben verschiedene Berufe kennenzulernen. Wer hätte gedacht, dass das Kennenlernen der Arbeitswelt so spannend sein kann? Die Schüler waren fleißig unterwegs, um handwerkliche, technische, kaufmännische, soziale, gesundheitliche und kreative Berufe zu erkunden. Da kam sicher so mancher auf den Geschmack!

In diesen drei Tagen wurde der Schulalltag ordentlich aufgemischt. Die Jugendlichen hatten die Chance, sich direkt in die Arbeitsabläufe zu stürzen. Sie übernahmen erste Aufgaben, lernten dabei nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis kennen. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv: Die Abwechslung zu den üblichen Schulstunden kam gut an und die Einblicke in neue Berufsfelder waren für viele eine echte Überraschung. Gespräche mit Mitarbeitern vor Ort öffneten den Schülern die Augen und gaben ihnen einen authentischen Einblick in die Berufswelt.

Berufsorientierungsprogramm als Unterstützung

Diese berufspraktischen Tage sind Teil des breiteren Berufsorientierungsprogramms (BOP), das 2022 mit neuen Förderrichtlinien ins Leben gerufen wurde. Die „Werkstatttage“ wurden in „praxisorientierte BO-Tage“ umbenannt. Der Gedanke dahinter? Den Jugendlichen praktische Erfahrungen zu bieten, die ihnen helfen, erste Kontakte zur Berufswelt zu knüpfen. Und das ist nicht einfach, sondern ein echter Sprung ins kalte Wasser – sie müssen aktiv werden und können nicht nur zuschauen!

Die BO-Tage sind so gestaltet, dass sie direkt nach einer Potenzialanalyse angeschlossen werden, oft ab der 8. Klasse. Die Schüler bekommen die Möglichkeit, mehrere Berufsfelder auszuprobieren, was die Auswahl stark vereinfacht. Angeleitet von erfahrenen Ausbildern lernen die Jugendlichen, was es bedeutet, in einem bestimmten Berufsfeld zu arbeiten. Reflektieren über das Erlebte, sei es in Gruppengesprächen oder Einzelgesprächen, ist dabei ein zentraler Bestandteil. Das hilft, individuelle Schlussfolgerungen zu ziehen. Das ist nicht nur spannend, sondern auch ein echter Gewinn für die eigene Berufswahlkompetenz!

Berufliche Orientierung für die Zukunft

Die Initiative Bildungsketten des Bundesbildungsministeriums hat sich ebenfalls zum Ziel gesetzt, den Übergang von Schule zu Ausbildung und Beruf zu unterstützen. Seit der Gründung dieser Initiative im Jahr 2010 wird gemeinsam mit verschiedenen Partnern daran gearbeitet, die Berufswahlkompetenz junger Menschen zu stärken und Geschlechterklischees zu überwinden. In Zeiten von Fachkräftemangel ist es besonders wichtig, dass junge Menschen frühzeitig und systematisch auf die Arbeitswelt vorbereitet werden.

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Das BOP bietet nicht nur die praxisorientierten BO-Tage an, sondern auch zahlreiche weitere Angebote zur Berufsorientierung. Dazu gehören die Potenzialanalyse, die Unterstützung für junge Menschen mit Migrationshintergrund und sogar spezielle Programme für Studienabbrecher. Diese Vielzahl an Initiativen zeigt, wie wichtig es ist, Jugendliche auf ihrem Weg in die Berufswelt zu begleiten und zu fördern.

In Völkermarkt haben die Schüler also einen wichtigen Schritt in Richtung ihrer beruflichen Zukunft gemacht. Ob sie sich nun für einen kreativen Beruf, einen technischen oder einen sozialen entscheiden – eines ist sicher: Die Erfahrungen, die sie während dieser Tage gesammelt haben, werden ihnen auf ihrem Weg sicherlich weiterhelfen.