Am 5. Oktober 2026 brachen eine Gruppe von Wanderfreunden und ich in das malerische Saiseratal (Val Saisera) auf. Die herbstlich-kühle Bergluft umhüllte uns sofort, als wir uns auf den Themenseite-Weg „Sound des Waldes“ begaben. Die ersten Schritte waren noch etwas zögerlich – man muss sich ja erst mal auf Betriebstemperatur bringen, oder? Aber dann ging es los!

Die Route führte uns über historische Pfade, und man konnte die Vergangenheit förmlich spüren. Relikte aus dem Ersten Weltkrieg waren überall verstreut. Stellungsreste, alte Kavernen und verfallene Geschützstände erinnerten an die dramatischen Ereignisse, die hier stattgefunden hatten. Es war fast so, als würde der Wind uns die Geschichten erzählen, die sich zwischen den Bergen und Wäldern abgespielt hatten.

Geschichtsträchtige Landschaft

Besonders markant waren die Punkte Nabois Piccolo (Kleiner Nabois) und Spalla Nabois (Nabois-Schulter). Von der Spalla Nabois hatten wir eine grandiose Aussicht auf die Via Nord (Via Bolaffio-Oitzinger) und die Grande Nabois. Ein atemberaubender Anblick! Während wir die Landschaft bewunderten, war ich ganz entzückt von den Namen der umliegenden Gipfel: Namenlose, Mutter der Gemsen und Vorsprung der Götter – das klingt doch wie aus einem Märchen, oder?

Unter der Leitung von Wolfgang Wagner und Christoph Strauss, die uns mit ihrem Wissen über die Region und die Geschichte des Saiseratals begeisterten, fühlte man sich wirklich in guten Händen. Lydia Porta und Gerlinde Talker waren ebenfalls mit von der Partie und sorgten für eine tolle Atmosphäre. Bei solchen Touren merkt man, wie wichtig es ist, gute Begleiter zu haben – die Stimmung war einfach genial!

Ein Stück Geschichte

Das Saiseratal war im Ersten Weltkrieg ein Verteidigungsbollwerk des Habsburger Reichs. Überall gab es Schützengräben, Wälle und Geschützstände, die den Zugang für italienische Soldaten erschweren sollten. Wir wanderten durch den Thematischen Park „Abschnitt Saisera“, der nach dem damaligen Militärregime benannt ist. Hier gab es drei Ringe verlaufender Wege, die uns an verschiedene militärische Standorte führten. Vom Bauernhof Montasio startend, entdeckten wir den „Durchlöcherten Felsen“, einen ehemaligen Geschützstand für Maschinengewehre, und den Kannonengeschützstand in 1055 m Höhe. Der dritte Abschnitt führte uns bis zur Geschütz-Kaverne für Bergkannonen in 1200 m Höhe – das war schon ziemlich beeindruckend!

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Am Ende der Tour kehrten wir im Agriturismo Oitzinger ein, das als Highlight empfohlen wurde. Das Essen dort war einfach köstlich und der perfekte Abschluss nach einem Tag voller Eindrücke. Es gibt nichts Besseres, als nach einer langen Wanderung in geselliger Runde zu speisen und die Erlebnisse Revue passieren zu lassen.

Wandern mit Herz und Seele

Wandern erfreut sich ja weltweit wachsender Beliebtheit. In den letzten Jahren haben viele Regionen das Wandern als touristisches Thema entdeckt. Gerade in den Alpen, wie hier in Österreich, gibt es eine Vielzahl an Wandermöglichkeiten, die für jeden Geschmack etwas bieten. Egal ob leicht, anspruchsvoll oder irgendwo dazwischen – hier wird jeder fündig. Vor allem im Herbst, wenn die Blätter sich färben, ist die Natur einfach ein Traum. Und mal ganz ehrlich, wer kann schon den fantastischen Ausblicken widerstehen, die sich einem in den Bergen bieten?

Also, packt eure Wanderschuhe und macht euch auf – die Berge warten! Wer weiß, vielleicht entdeckt ihr ja auch den Vorsprung der Götter oder die Mutter der Gemsen. Bis zum nächsten Mal!