Gewässerentwicklungskonzept für die Bregenzerach: Hochwasserschutz und ökologische Aufwertung in Bregenz
Heute, am 5. Juni 2026, werfen wir einen Blick auf ein spannendes und wichtiges Projekt hier in Bregenz: das Gewässerentwicklungskonzept (GEK) für den Unterlauf der Bregenzerach. Ja, genau, die Bregenzerach, die durch unsere dicht besiedelten Lebens- und Wirtschaftsräume fließt und schließlich in den Bodensee mündet. Ein Anliegen, das sowohl die Sicherheit bei Hochwasser erhöhen als auch die Passierbarkeit für Fische verbessern soll. Und das Beste: Es kommt auch der Umwelt zugute. Mehr Qualität für Pflanzen, Tiere und Menschen – was will man mehr?
In den letzten Jahren hat sich bereits viel getan. Zwischen der Harder Brücke und der Mündung in den Bodensee wurden bedeutende Fortschritte erzielt. Man spricht von einem hochwassersicheren, ökologisch wertvollen Ausbau, der ein breiteres Flussbett und stabile Dämme umfasst. Auch die Rampe wurde angepasst, und die Trinkwasserversorgung wurde aktualisiert. Das Ergebnis? Eine positive Entwicklung der Fauna und Flora sowie ein prächtiges Auwaldwachstum – und das alles bei Investitionen von rund 15 Millionen Euro! Wer hätte gedacht, dass so viel Geld für die Natur ausgegeben wird? Ein echter Gewinn für die Region, der nicht nur den Naturliebhabern gefällt, sondern auch den Erholungssuchenden.
Herausforderungen im offenen Abschnitt
<pDoch wie bei jedem guten Projekt gibt es auch Herausforderungen. Der offene Abschnitt zwischen Kennelbach und der Harder Brücke ist knifflig. Die Planungen sind intensiv, denn die Auswirkungen der Rampen auf das Grundwasser müssen genauestens berücksichtigt werden. Der Grundwasserspiegel kann im natürlichen Jahreslauf um bis zu 1,80 Meter schwanken – das ist kein Pappenstiel! Das Ziel ist eine Lösung zu finden, die eine maximale Schwankung von nur 0,2 Metern ermöglicht, ohne dass die Gebäude in der Umgebung in Gefahr geraten. Klingt nach einer echten Herausforderung, oder?
Der nächste Schritt steht bereits vor der Tür: der Umbau der Rampen. Die Gespräche mit dem Bund laufen, und der geplante Start des nächsten Bauabschnitts ist für den Winter 2027/28 angesetzt. Hierbei wird der Fokus auf die Ökologie gelegt, insbesondere auf die Fischwanderung. Eine wichtige Maßnahme, um die Biodiversität im Wasser zu fördern.
Information und Transparenz
<pIm Juni 2026 plant der Wasserverband Bregenzerach Unterlauf zudem Informationstermine vor Ort. Experten werden Einblicke in den Arbeits- und Planungsstand des GEK geben. Wer daran interessiert ist, sollte sich den genauen Termin auf der Webseite wasserverband-bregenzerach.at notieren – es lohnt sich!
<pAber was bedeutet das alles im größeren Kontext? Hochwasserschutz ist nicht nur lokal, sondern hat auch weitreichende Auswirkungen auf die Umwelt. Der Ufernahe Deichbau hat viele Überschwemmungsflächen von Flüssen abgeschnitten, sodass nur noch 20 Prozent der natürlichen Überschwemmungsflächen an großen Strömen wie dem Rhein oder der Donau erhalten geblieben sind. Hochwasserretentionsflächen sind entscheidend, um den Verlauf von Hochwasserwellen zu dämpfen. Hier kommt das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) ins Spiel: Es fordert größere Flächen für die Ausuferung von Flüssen bereit zu stellen. Das Ziel ist klar: Überschwemmungsgebiete auszuweisen, um die Natur wieder in den Fokus zu rücken und gleichzeitig den Hochwasserschutz zu stärken.
Die Renaturierung der Gewässer gibt diesen mehr Platz für ihre eigendynamischen Entwicklungen und schließt Gewässerauen wieder an Flüsse an. Ein schöner Ged Gedanke, nicht wahr? Es zeigt sich, dass natürlicher Hochwasserschutz und der Gewässer- sowie Naturschutz Hand in Hand gehen können. Und das alles, während wir gleichzeitig die Lebensräume für zahlreiche Arten erhalten – eine Win-win-Situation für Mensch und Natur!
