Am 19. Oktober 2026 war es endlich soweit: Die HTBLA Kaindorf hat zum ersten Mal einen Girls’ Day veranstaltet, und der Andrang war groß! Rund 40 Mädchen aus der Unterstufe verschiedener Schulen im Bezirk strömten in die Schulräume, um die faszinierende Welt der Technik hautnah zu erleben. Die Direktorin Maria Graßmugg und Moderatorin Yara El Filali hießen die Teilnehmerinnen herzlich willkommen und gaben ihnen einen ersten Einblick in den aufregenden Tag.

Das Ziel dieses Aktionstags war es, Mädchen die Möglichkeit zu geben, Technik praktisch auszuprobieren und den Schulalltag an der HTL kennenzulernen. Die Veranstaltung war so angelegt, dass die Teilnehmerinnen in drei von insgesamt fünf Workshops aus verschiedenen Bereichen wählen konnten. So ging es unter anderem um das Arbeiten mit Kunststoff in der Werkstatt, den Bau eines Mini-Computers und die Steuerung von Robotern in einem kreativen Ideenworkshop. Die Vorfreude in den Gesichtern der Mädchen war deutlich zu spüren, als sie sich auf die technischen Herausforderungen stürzten!

Einblicke und Austausch

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Tages war ein verpflichtender Kennenlern-Workshop mit HTL-Schülerinnen und -Schülern, der den jungen Besucherinnen die Möglichkeit gab, persönliche Einblicke zu gewinnen und Fragen zu stellen. Diese Art des Austausches schuf eine angenehme Atmosphäre, in der die Mädchen offen über ihre Interessen sprechen konnten. Sie konnten nicht nur technische Fähigkeiten ausprobieren, sondern auch die ersten Schritte in die Welt der Technik wagen.

Der Mädchenanteil an der HTL Kaindorf liegt derzeit bei etwa 11 Prozent. Ein Umstand, der sowohl Direktorin Graßmugg als auch der Mädchenbeauftragten Marina-Elisabeth Herischko ein Anliegen ist. Sie möchten, dass mehr Schülerinnen für technische Ausbildungen begeistert werden, um eine ausgewogenere Verteilung der Geschlechter in diesen Berufen zu schaffen. Der Girls’ Day soll dazu beitragen, frühzeitig Interesse an Technik zu wecken und die Möglichkeiten einer technischen Ausbildung sichtbar zu machen.

Ein voller Erfolg

Der Abschluss des Tages fand in Form eines World Cafés statt, in dem die Mädchen ihre Ergebnisse und Eindrücke aus den Workshops präsentierten. So konnten sie nicht nur ihr neu erlerntes Wissen teilen, sondern auch von den Erfahrungen anderer profitieren. Die Schule bezeichnete den Girls’ Day als vollen Erfolg, und das Echo der Teilnehmerinnen war durchweg positiv. Viele äußerten den Wunsch, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Direktorin Graßmugg plant sogar, die Veranstaltung noch größer zu gestalten, was den Enthusiasmus nur weiter anheizt.

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Insgesamt war der Girls’ Day an der HTBLA Kaindorf ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Solche Initiativen sind entscheidend, um Mädchen und Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen. Das DPMA und andere Organisationen setzen sich bereits seit Jahren dafür ein, das Potenzial von Frauen in naturwissenschaftlich-technischen Berufen zu fördern, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Der Girls’ Day in Kaindorf ist ein kleiner, aber bedeutender Beitrag zu dieser wichtigen Mission.

Wir dürfen gespannt sein, was die Zukunft bringt und wie viele Mädchen sich in der Welt der Technik weiterhin ausprobieren und verwirklichen wollen!