Unsicherheit nach Eibetex: Was wird aus den Beschäftigten in Waidhofen an der Thaya?
Heute ist der 25.09.2026 und in Waidhofen an der Thaya steht eine bedeutende Veränderung bevor. Das sozialökonomische Beschäftigungsprojekt Eibetex wird zum 31. Dezember 2026 eingestellt. Diese Nachricht hat bereits einige Wellen geschlagen, und die SPÖ im Bezirk Waidhofen zeigt sich besorgt über die Zukunft der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Fokus liegt nun auf der Frage: Was passiert mit den Menschen, die auf die Unterstützung von Eibetex angewiesen sind?
Eibetex hat über Jahrzehnte hinweg Langzeitarbeitslosen, Menschen mit Behinderungen und Personen mit mehrfachen Einschränkungen geholfen, einen Platz auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Die Einrichtung war nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern auch ein wichtiger Teil der Gemeinschaft, der Dienstleistungen für Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen in der Region erbrachte. Es ist also keine Überraschung, dass die Schließung des Projekts viele Menschen vor große Herausforderungen stellt.
Forderungen der SPÖ
Die SPÖ fordert konkrete Perspektiven für die betroffenen Mitarbeiter. Bezirksvorsitzender Christian Kopecek hat die Schließung scharf kritisiert und betont, dass die politischen Verantwortlichen dringend Lösungen präsentieren müssen. Es sei nicht akzeptabel, dass bedürftige Menschen einfach auf der Strecke bleiben. Auch Gemeinderat Franz Pfabigan sowie die Fraktionsvorsitzenden Georg Schlager und Doris Widhalm unterstützen diese Forderung nach tragfähigen Lösungen. Sie setzen sich dafür ein, dass die betroffenen Personen nicht im Stich gelassen werden.
Bereits jetzt sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Entscheidung informiert worden. Die reguläre Förderung durch das Arbeitsmarktservice Niederösterreich (AMS) für Eibetex ist ebenfalls eingestellt worden. Das AMS bietet zwar Förderleistungen für Langzeitarbeitslose an, doch bleibt die Frage, wie diese Menschen nach der Schließung von Eibetex weiter unterstützt werden können.
Hintergrund und Herausforderungen
Das sozialgesetzliche Regelwerk in Österreich sieht vor, dass Menschen über 25 Jahren, die seit mindestens sechs Jahren nicht oder nur kurz gearbeitet haben, Anspruch auf verschiedene Förderungen haben. Dazu zählen unter anderem Lohnkostenerstattungen, die bis zu 100 Prozent der Lohnkosten in den ersten zwei Jahren abdecken, sowie umfassende Coaching-Angebote. Diese Maßnahmen sollen helfen, die Betroffenen an den Arbeitsalltag zu gewöhnen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Aber was passiert, wenn solche Programme geschlossen werden? Wenn die Unterstützung wegfällt, bleibt oft nur die Unsicherheit.
Die SPÖ drängt darauf, dass die politischen Entscheidungsträger Verantwortung übernehmen und tragfähige Lösungen präsentieren. Kopecek hat klar gemacht, dass eine Veränderung der Förderlandschaft nicht dazu führen darf, dass bedürftige Menschen zurückgelassen werden. In einer Zeit, in der der Arbeitsmarkt sich ständig wandelt, ist es entscheidend, dass niemand auf der Strecke bleibt. Die Zeit drängt, und die Menschen in Waidhofen an der Thaya schauen gespannt auf die kommenden Entwicklungen.
