Am 16. Oktober 2026, gegen 19 Uhr, kam es in der Firma Hofer an der Wienerstraße in Waidhofen/Ybbs zu einem bemerkenswerten Vorfall. Eine starke Rauchentwicklung trat im Einschubbereich der Papierpresse auf, was prompt die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehren St. Georgen/Klaus, Waidhofen/Ybbs-Stadt, Zell sowie der Betriebsfeuerwehr Voestalpine Precision Strip GmbH nach sich zog. Die Feuerwehrleute waren schnell zur Stelle, aber beim Eintreffen stellte sich heraus, dass kein Brand im direkten Bereich der Presse festgestellt werden konnte. Dennoch war die Situation ernst, denn es gab die Befürchtung, dass ein Brand im Bereich der Presse oder im Papiercontainer ausgebrochen sein könnte.

Die Einsatzkräfte zogen den Container mit einer Seilwinde von der Presse weg, um einen besseren Blick auf die Situation zu bekommen. Eine teilweise Entleerung des Containers folgte, und die Feuerwehr überprüfte alles mit einer Wärmebildkamera. Glücklicherweise wurden keine Brandherde oder Glutnester gefunden. Dennoch blieb die Ursache für die Rauchentwicklung ein Rätsel. Um auf Nummer sicher zu gehen, wurde der Container schließlich mit einem Wechselladerfahrzeug vom Gebäude und den umliegenden Bäumen weggeschleppt und an einem sicheren Platz abgestellt. Laut Planung sollte der Container am nächsten Tag abgeholt werden.

Ähnliche Vorfälle und ihre Ursachen

Es ist nicht das erste Mal, dass Rauchentwicklung aus Papierpressen die Feuerwehr alarmiert. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich bei einem Lebensmittel-Discounter in der Gemeinde Haibach. Dort wurde die Freiwillige Feuerwehr am Dienstag um 13:04 Uhr alarmiert, nachdem Rauch aus einer Papierpresse drang. Bei deren Eintreffen stellte sich heraus, dass ein Entstehungsbrand im Bereich der Presse bereits feststellbar war. Auch hier wurde der Brand rasch und gezielt unter Atemschutz gelöscht, was eine weitere Ausbreitung des Feuers verhinderte.

In diesem Fall wurde als mögliche Ursache ein Mobiltelefon identifiziert, das in die Papierpresse geraten war. Der Lithium-Ionen-Akku, der sich im Gerät befand, könnte durch den Pressvorgang beschädigt worden sein. Es ist bekannt, dass Lithium-Ionen-Akkus empfindlich auf Druck und mechanische Einwirkungen reagieren. Eine solche Beschädigung kann zu thermischen Reaktionen und sogar Bränden führen. Die Feuerwehr sicherte das Material in Abstimmung mit dem Marktpersonal und dem Entsorgungsunternehmen und transportierte es ab. Der Einsatz dauerte etwa zwei Stunden, und es wurde darauf hingewiesen, dass Lithium-Ionen-Akkus nicht über den Restmüll oder Pressanlagen entsorgt werden dürfen.

Die Gefahren von Lithium-Ionen-Batterien

Die Problematik mit Lithium-Ionen-Batterien ist nicht neu. Diese Akkus werden seit über 30 Jahren in zahlreichen Bereichen eingesetzt, sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld. Brandereignisse können in der Entwicklung, Herstellung, Nutzung, Entsorgung und beim Recycling der Batterien auftreten. Mögliche Ursachen für Brände sind Qualitätsmängel, unsachgemäßer Umgang, ungeeignete Ladeinfrastrukturen oder mangelnde Batteriemanagementsysteme. Die DGUV Information 205-041 bietet umfassende Informationen zu den Gefahren im Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien und gibt wichtige Hinweise zur Brandverhütung in Unternehmen. Es ist also entscheidend, diese Themen ernst zu nehmen, um ähnliche Vorfälle wie die in Waidhofen oder Haibach zu vermeiden.

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Es bleibt zu hoffen, dass solche Vorfälle als Warnsignal dienen und alle Beteiligten über die Gefahren des unsachgemäßen Umgangs mit Lithium-Ionen-Akkus aufgeklärt werden. Schließlich steckt in vielen Geräten, die wir täglich nutzen, ein kleines, potenziell gefährliches Kraftpaket.